Zwangsabgabe beim Sparbuch in Europa

Spanien ist inzwischen das erste Land in Europa, welches eine Sparbuch-Steuer nach dem IWF-Vorschlag umgesetzt hat. Damit will der Staat alle Sparer zur Kasse bitten, die ihr Geld auf Sparbüchern parken. Somit lässt der Staat seine Schulden mit einer weiteren Zwangsabgabe durch die Bevölkerung abtragen.

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Die Verschuldung Spaniens hat mit aktuell fast 997 Millionen Euro ihren Höchststand erreicht. Damit wurden die Staatsschulden seit 2007 fast verdoppelt. Die spanische Regierung rechnet noch in diesem Jahr mit Erreichen der Billionengrenze.

Die Steuer auf Sparguthaben soll der Regierung nun 375 Millionen Euro zusätzliche jährliche Einnahmen sichern. Wobei ein Steuersatz von derzeit 0,03% der Spareinlagen noch verhältnismäßig harmlos klingt. Die Abgabe wird rückwirkend zum Jahresbeginn eingeführt, so dass eine Steuerflucht also unmöglich wird.

Die Abgabe gab es im Übrigen schon in einigen Regionen Spaniens (u.a. Andalusien und Kanarische Inseln) seit Dezember 2012 in Höhe von 0,5%. Ein Gerichtsbeschluss erklärte die Steuer für verfassungsgemäß, obwohl es Proteste der Zentralregierung dagegen gab. Kurz darauf führten auch Katalonien, Asturien und Valencia eine Sparbuch-Steuer ein. Diesen Regionen wird die neue Sparbuch-Steuer –da sie niedriger ausfällt als zuvor- sogar als Einsparung bzw. Steuersenkung verkauft.

Landesübergreifend gab es eine Steuer bereits seit 2013. Allerdings wurde der Prozentsatz auf 0 festgesetzt. Somit wurde die Steuer ohne großes öffentliches Aufsehen eingeführt. Aus diesem Grund handelt es sich derzeit also gar nicht um eine neue Abgabe, sondern bereits die Erhöhung einer beschlossenen Steuer. Daher dürften weitere Erhöhungen in ähnlich kleinen Schritten nur noch eine Frage der Zeit sein.

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