Welche Produkte eignen sich für die ehr risikolose Geldanlage?

Im allgemeinen besteht ein Portfolio aus mehreren Anlageklassen. Das können Aktien, Immobilien oder auch die Cash-Reserve sein. Je nach Risikoneigung gehört für die meisten ein gewisser „risikoloser“ sicherer Depotanteil dazu. Dieser Anteil stellt das Gegengewicht zu schwankungsanfälligen / konjunkturabhängigen Aktien, Fonds oder ETF´s im Portfolio dar. Für viele sind Staatsanleihen bester Bonität aus dem eigenen Währungsraum (um Wechselkursschwankungen zu vermeiden) dafür wohl die erste Wahl. 


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Allerdings ist es nicht ganz so trivial. Es gibt durchaus verschiedene Produkte, die nachfolgend mit Vorteilen als auch Nachteilen erläutert werden.

Safe offenBundeswertpapiere

Der Klassiker schlechthin – seit Jahren bekannt. Wenn man sich Bundesanleihen bzw. einen entsprechenden ETF oder Bundesschutzbriefe kauft, kann man wohl nicht viel falsch machen. Zumindest, was die Sicherheit angeht. Denn innerhalb des Euroraumes gehören diese Wertpapiere zweifelsfrei zu den sichersten. Das ist optimal, wenn es darum geht, den sicheren Teil des Depots zu bestücken.

Allerdings bieten sie derzeit keine nennenswerte (oder gar negative) Rendite.

Euro Staatsanleihen

Seit bestehen des Euro sind die Papiere, welche durch die staatlichen Emittenten ausgegeben werden, in bester bis hin zu guter Bonität erhältlich. Mittels ETF ist ein Investment hier problemlos möglich. Allerdings gerät, wie in den letzten Jahren jeder mitbekommen haben sollte, auch mal der ein oder andere Euro-Staat in Schieflage…

Dennoch sind hier höhere Renditen als bei Bundeswertpapieren möglich. Jedoch sollte die Auswahl des Staates, von dem die Anleihen erworben werden sollen, nicht wahllos erfolgen, denn besonders die Türkei, Spanien oder auch Italien zeigen, dass es durchaus zu wirtschaftlichen Problemen im Land kommen kann. Die erste Wahl wird für die meisten Anleger wohl Deutschland, oder auch ein diversifizierter ETF auf Staatsanleihen verschiedener Länder sein.

Anleihen von Schwellenländern

Anleihen aus Ländern wie Brasilien, Indien oder Mexiko haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber den Staatsanleihen aus dem Euro-Raum: sie bieten mehr Rendite. Allerdings hat die hohe Verzinsung den Nachteil, dass deutlich höhere Schwankungen in Kauf zu nehmen sind. Dies ist besonders in Krisen zu beobachten. Hier büßen diese Anleihen meist besonders ein, das die zu Grund liegenden Emittenten ohnehin nicht zu den risikolosesten gehören. Eine gute Stellung lässt sich auch hier besonders mit ETF´s erreichen. Fraglich allerdings -und das muss jeder für sich selbst beantworten- ob diese Anleihen noch zum risikoarmen Teil des Portfolios gehören, oder eben nicht.

Fremdwährungsanleihen

Meist ist das Argument für Staatsanleihen aus dem Euro-Raum die Währung. Ich zahle meine Rechnungen in Euro, also lege ich mein Geld auch in Euro an, um unnötigen Wechselkursschwankungen aus dem Weg zu gehen. Allerdings bietet ein Währungsrisiko auch eine Chance. Nämlich die Chance auf eine positive Entwicklung der investierten Währung. Dies passiert wohl am ehesten dann, wenn es am nötigsten ist. Nämlich während einer Krise des beheimateten Währungs- & Wirtschaftsraumes.

Pfandbriefe

Das sind mit Hypotheken (oder anderen Krediten) gesicherte Schuldverschreibungen von entsprechenden Pfandbriefbanken. Die Pfandbriefe gelten als sehr sicher und erhalten von Rating-Agenturen meist ein „AAA“ Rating. Als „covered Bonds“ werden die ausländischen Pendants bezeichnet. Auch hier erfolgt eine gesicherte Schuldverschreibung.

Die Rendite bei den Pfandbriefen ist mit denen von Staatsanleihen vergleichbar, allerdings ist in manchen Fällen fraglich, welche Qualität die Sicherheit der Bank darstellt…

Tagesgeld, Festgeld

Dazu ist wohl kaum noch viel zu sagen… Ein großer Vorteil bei dieser Form der Geldanlage ist die Einlagensicherung, wodurch Tagesgeld als auch Festgeld sicher wie Staatsanleihen sind. Außerdem bleiben Kursschwankungen gänzlich aus. Hinzu kommt, dass Festgeld eine relativ inflexible Anlage ist, da das eigesetzte Kapital erst zum Ende der Laufzeit wieder verfügbar ist. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass inzwischen auch Festgeld mit Laufzeiten von 1 oder 3 Monaten erhältlich ist.

Allerdings sind hier in beiden Fällen bei deutschen Banken derzeit kaum Zinsen über 1% erhältlich.

Zinsbroker

Weitestgehend gibt es auch hier Tagesgeld- und Festgeldkonten. Allerdings bieten Zinsbroker, wie z.B. Savedo, Weltsparen oder Zinspilot Konten im EU-Asland mit Zinsen von deutlich über 1% an. Und diese Rendite schlägt die hiesigen Tagesgeld- oder Festgeld-Angebote deutlich.

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