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Geld anlegen. Was zählt ist Rendite – oder gibt es da noch mehr?

Vom Sparer zum Anleger

Geld sparen ist nicht Geld anlegen und investieren muss nichts mit spekulieren zu tun haben. Aber der Reihe nach.

Einer schleichenden Entwertung des Geldes kann man nur entgehen, wenn man es schafft, die Ersparnisse oberhalb des Inflationsniveaus anzulegen und somit mehr Ertrag zu erwirtschaften, als dass die Inflation auffrisst. Dafür sollten Anlagen zu gewissen Anteilen in Wertpapieren investiert werden, welche zum eigenen Risikoprofil passen. Denn ein gutes Portfolio hat eine gesunde Struktur und streut das Vermögen über verschiedene Anlageklassen und bietet sowohl einen defensiven, als auch offensiven Anteil.

Denn beim Geld anlegen bzw. dem Vermögensaufbau macht es wenig Sinn, einfach etwas Geld zu sparen und es auf dem Girokonto liegen zu lassen. Vielmehr sollte das Thema systematisch angegangen und dabei auch von unterschiedlichen Punkten betrachtet werden. Kurzum: man braucht eine sinnvolle und vor allem passende Anlagestrategie. Diese sollte das Anlageziel, den Anlagehorizont (die Dauer für die man Geld anlegen möchte), die Risikobereitschaft und auch eine Diversifikation (Streuung der unterschiedlichen Geldanlagen) berücksichtigen bzw. beinhalten.

1. Das Anlageziel >

Zuerst sollte das Anlageziel bestimmt werden. Denn nur wenn klar definiert ist, welche Anlageziele verfolgt werden und wofür man sein gespartes Geld anlegen möchte, weiß man auch, wann welche Summen benötigt werden und wie demzufolge eine Anlage aussehen kann.

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passende Anlageprodukte:

  • Konsum oder Investition

    Ganz gleich wofür man spart: einen Urlaub, den nächsten Aktienkauf oder die eigene Immobilie – das Geld dafür muss man erstmal zur Seite legen. Anhand der Verwendung wird klar, ob es sich um Konsumausgaben (z.B. Urlaub, Auto), oder um eine Investition (z.B. Aktien, ETF) handelt.

  • grössere Anschaffungen

    Ein weiteres Anlageziel neben dem Vermögensaufbau kann das sparen auf eine geplante, teure Ausgabe sein. In diesem Fall geht es um den Kapitalerhalt bereits vorhandener Summen und eine stabile Rendite bei überschaubaren Risiken, da hier meist eine kurze Laufzeit der Geldanlage zur Verfügung steht.

  • Vermögensaufbau

    Das häufigste Ziel von Anlagern ist der Vermögensaufbau / die Vermögensoptimierung. Grundsätzlich möchte wohl jeder beim Geld anlegen und investieren die finanzielle Situation verbessern und das Vermögen vergrößern.

  • passives Einkommen

    Bei dem Anlageziel des passiven Einkommens geht man von regelmäßigen Einkünften wie Zinsen oder Mieteinnahmen aus und nutzt diese, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Dies kann sowohl mit, als auch ohne Kapitalverzehr der Anlagesumme geschehen.

  • Altersvorsorge

    Ebenso verbreitet ist das Ziel der klassischen Altersvorsorge. Hier steht nicht die kurzfristige Liquidität im Vordergrund, sondern vielmehr eine gewisse Sicherheit und entsprechende Rendite bei ausreichend langer Laufzeit. Allerdings sollte hier der Fokus nicht ausschließlich auf die Rendite gelegt werden, um im Alter auch über die geplante Anlagesumme verfügen zu können.

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2. Der Anlagehorizont 

Beim Geld anlegen sollte neben dem Ziel ebenso die Dauer der Anlage klar definiert werden. In den meisten Fällen leitet sich die Dauer der Anlage jedoch ziemlich gut vom Ziel ab. Es sollte klar sein, wie lange auf das Kapital verzichtet werden kann.
Ist bereits hier eine Lücke in der Kapitalstruktur zu erkennen, bietet sich an, die kurz- und mittelfristigen Anlagen anzupassen bzw. zu erhöhen. Die meisten Anleger machen zu Beginn den Fehler und unterschätzen die Länge des eigenen Anlagehorizontes zum eigenen Nachteil.

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passende Anlageprodukte:

  • kurzfristig

    Die Anlagen sind hier schnell (meist täglich) verfügbar und bieten sehr hohe Sicherheit bzw. keine oder kaum Kursschwankungen. Im Gegensatz muss man sich dafür aber mit einer geringen Rendite zufriedengeben.

    Anlageprodukt: z.B. Tagesgeld

  • mittelfristig

    Bei mittelfristigen Anlagen ist man bereits an gewisse Laufzeiten gebunden oder muss etwaige Schwankungen bei der Wertentwicklung akzeptieren. Dafür ist hier bei moderatem Risiko mehr Ertrag möglich.

    Anlageprodukt: z.B. Festgeld / Anleihen höchster Bonität

  • langfristig

    Auf Grund des längeren Anlagehorizont kann man hier Schwächephasen oder deutliche Kursschwankungen aussitzen. Die Anlagedauer sollte hier mehrere Jahre betragen. Für das erhöhte Risiko warten hier allerdings auch höhere Renditen.

    Anlageprodukte: z.B. Wertpapiere (Aktien, ETF´s)

3. Die Risikoklassen

Gier ist ein schlechter Ratgeber, wenn es ums Geld anlegen geht. Sicherlich wären Renditen im zweistelligen Prozentbereich Jahr für Jahr schön. Und es gibt durchaus Anlagen, mit denen Ergebnisse wie dieses realisierbar sind. Im Gegenzug muss man aber ein deutlich höheres Risiko eingehen, welches durchaus im Totalverlust enden kann. Aus diesem Grund sollte nur ein kleiner Teil des Vermögens in hoch spekulative Anlagen investiert werden.

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passende Anlageprodukte:

  • sicherheitsorientiert

    In diese Klasse fallen Tagegeld, Festgeld, das klassische Sparbuch, Bausparverträge oder auch Geldmarktfonds in Euro.

  • konservativ

    Hier lassen sich Geldmarktnahe Fonds, Rentenfonds und Anleihen mit guter Bonität sowie beispielsweise festverzinsliche Wertpapiere einstufen.

  • ertragsorientiert

    Bei Aktien, Aktienfonds oder ETF´s von europäischen Standardwerten, internationalen Renten- oder Mischfonds spricht man von ertragsorientierter Risikoklasse.

  • spekulativ

    Als spekulativ gelten Aktien und Aktienfonds / ETF von Nebenwerten oder auch Währungsanleihen bzw. ETF´s mit mittlerer Bonität.

  • hoch spekulativ

    Optionen, Optionsscheine, Futures, Rentenfonds Emerging Markets, hochspekulative Junk-Anleihen oder Einzelaktien von Small-Caps in Fremdwährung werden als hochspekulativ klassifiziert.

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4. Die Anlageklassen >

Die richtige Anlageform ist eine ebenso wichtige Entscheidungen, wenn es um das Geld anlegen geht. Grundsätzlich ist jeder Anleger gut mit ETF- oder Aktiensparplänen beraten, in die monatlich eine kleine Summe investiert werden. Voraussetzung hier natürlich: die Risikoneigung und auch der Anlagehorizont stimmt mit dem Anlageziel überein. Denn jederzeit muss hier mit zwischenzeitlichen Kursrückgängen gerechnet werden.
Neben Sparplänen gibt es auch andere Optionen, den Vermögensaufbau strukturiert zu gestalten. Statt regelmäßigen monatlichen Investitionen können auch Einmalbeträge in passende Anlageprodukte investiert werden, welche zur jeweiligen persönlichen Situation passen. Besonders zu Beginn der Ansparphase ist eine hohe Rendite und entsprechend Erträge nötig, um das Vermögen schnell zu mehren.

Immobilien-Crowdinvesting mit BERGFÜRST

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passende Anlageprodukte:

  • Aktien

    Leider trauen sich zu wenige Anleger an das Aktieninvestment. Zu tief sitzt der Schock der geplatzten dot-com Blase oder die herben Verluste der typischen Telekom-Aktie. Möchte man langfristig Geld anlegen, sind Aktien ein substanzieller Baustein im Depot, auf den man bei passendem Anlagehorizont und Risikoneigung nicht verzichtet werden sollte.

  • Anleihen

    Auch festverzinsliche Wertpapiere gehören zu den Basisinvestments einer jeden Geldanlage. Auch wenn die Rendite hier im Gegensatz zu Aktien ehr bescheiden wirkt, sind Anleihen als stabilisierender Anker speziell zum Ende des Anlagehorizontes eine ideale Beimischung im Depot.

  • Edelmetalle / Rohstoffe

    Hier scheiden sich die Geister: die einen halten Gold im Depot für unerlässlich, während andere einen Edelmetallanteil im Depot für völlig unnütz halten. Bei einer geringen Risikoneigung kann ein Investment in Gold durchaus Vorteile mit sich bringen und als stabilisierender Teil im Portfolio größere Schwankungen am Aktienmarkt gut ausgleichen.

  • Immobilien

    Der Besitz von Immobilien gehört zu den beliebtesten Investments der Deutschen. Allerdings geht es hier meist um die eigenen vier Wände. Allerdings eignen sich Immobilien ebenso hervorragend zum Geld anlegen und bieten einen guten Inflationsschutz. Neben dem Kauf einer Immobilie bietet sich die Anlage in ETF´s oder beispielsweise Fonds an.

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5. Diversifikation / Asset Allocation >

Unter Diversifikation (Anlageaufteilung / Portfolio Strukturierung) versteht man die Aufteilung des Kapitals auf verschiedene Anlageklassen mit unterschiedlichen Anlagezeiträumen, Risiken und Renditen.
Dabei wird definiert, welche Anlageklassen zu welchen Anteilen im Portfolio des Anlegers vertreten sein sollen. Hier ein ausführlicher Beitrag zum Thema Diversifikation.

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passende Anlageprodukte:

  • Aktien

    Eine schlechte Streuung findet statt, wenn nur deutsche Autowerte ins Depot wandern. Eine Streuung kann man bereits erreichen wenn neben Autowerten auch Konsumgüter und Nahrungsmittelhersteller aus unterschiedlichen Ländern gekauft werden. Es findet also eine Mischung von Unternehmen, Branchen und Ländern / Regionen statt.

  • Edelmetalle / Rohstoffe

    Hier lässt sich eine Diversifikation betreiben, wenn neben Gold auch in Silber und beispielsweise in Öl oder Agrarrohstoffe investiert wird. Bei Kauf von Rohölunternehmen sollte wiederum auf passende Streuung der einzelnen Aktien im Depot geachtet werden.

  • allgemein

    Eine gute Diversifikation betrifft also nicht nur die Streuung innerhalb einer Anlageklasse, sondern vielmehr das gesamte Depot bzw. Portfolio.

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6. Die Anlagestrategie >

Eine Anlagestrategie definiert, nach welchen festen Kriterien das Depot aufgebaut wird und welche Regeln dabei eigehalten werden. Dies kann sowohl die Größe der einzelnen Titel, als auch Branchen oder besondere Ausschüttungen / Ertragsverwendung betreffen. Ebenso hat der Anlagehorizont einen großen Einfluss auf die eigentliche Anlagestrategie.

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passende Anlageprodukte:

  • Dividendenstrategie

    Bei dieser Form der Geldanlage werden Aktien selektiert, die über eine hohe und konstante bzw. stetig steigende Ausschüttung verfügen. Ziel ist es hier einen passiven Einkommensstrom durch die Ausschüttungen zu generieren.

  • Momentumstrategie

    Bei der „Strategie der relativen Stärke“ werden Titel gekauft, welche in den letzten Monaten gut gestiegen sind, da der Trend gemäß dieser Strategie fortdauern wird. Hier wird also von einer weiteren positiven Wertentwicklung ausgegangen.

  • niedrigstes KGV

    Hier werden nur die Aktien mit dem niedrigsten KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gekauft. Im Grunde ist es im Ansatz ein Value-Investment, jedoch deutlich einfacher gehalten.

  • passives Investieren

    Diese Strategie wird immer populärer, da sie zu den risikoärmsten und dennoch erfolgreichsten Strategien gehört. In diesem Fall wird einfach ein Index oder gleich mehrere Indizies abgebildet mit einem kostengünstigen ETF abgebildet.

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Das magische Dreieck der Geldanlage - ®www.sparen-anlegen-vorsorgen.deBei der Vermögensbildung gibt es das so genannte „magische Dreieck der Geldanlage“. Die Eckpunkte Rendite, Risiko und Liquidität sind hier fest verankert. Die Art der Geldanlage bzw. die Anlageklasse ordnen sich nach diesen Kriterien ein. Daraus ergibt sich im Dreieck der Geldanlage ein festes Konstrukt zwischen Liquidität, Rendite und Sicherheit. So gehen beispielsweise hohe Renditen mit dem Verzicht auf Sicherheit und Liquidität einher. Haben allerdings Liquidität und Sicherheit oberste Priorität, kann demzufolge nicht mehr die Rendite im Vordergrund stehen. Mit zunehmend steigender Rendite muss man als Anleger also auf Liquidität bzw. Sicherheit verzichten.

Bei einem gut diversifizierten Portfolio-Aufbau wird beispielsweise der Bereich Aktien nach Ländern, Brachen bzw. Währungen unterteilt, um auch hier zu diversifizieren. Ergänzt wird zum Beispiel durch Barreserven, Edelmetalle, oder eine Immobilie.

Ebenso spielen laufende Mittelzuflüsse in Form von Sparraten eine nicht zu unterschätzende Rolle, da diese die Aufteilung des Portfolios – ebenso wie Kursgewinne oder Zinsen – diese immer wieder beeinflussen und verschieben.

Wenn dies über ein gewisses Maß hinaus passiert, wird die Gewichtung durch gezielte Käufe / Verkäufe oder Umschichtungen (Re-Balancing) wieder hergestellt. Mit einem derart gut aufgestellten und breit gesteuerten Portfolio nach persönlichen Vorgaben steht einem nachhaltigen Vermögensaufbau fast nichts mehr im Wege.

Tipps zum Geld anlegen:

1. Gebühren vermeiden

Geld anlegen und Vermögen aufbauen kostet Geld. Jeder Kauf oder Verkauf an der Börse schlägt mit Gebühren zu Buche. Bei klassischen Fonds kommen Ausgabeaufschläge oder Verwaltungsgebühren hinzu. Allerdings schmälern diese Gebühren die Rendite. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich über die Gebühren vor dem Kauf zu informieren und günstige Angebote zu wählen. Dies betrifft sowohl die Produkte in welche man investieren möchte, als auch das eigentliche Depot.

2. Steuern ignorieren

Die Geldanlage sollte im ersten Step nicht durch Steuersparmodelle beeinflusst werden. Nur die wenigsten Anleger verfügen über derart hohe Anlagesummen, dass entsprechende Konstrukte sinnvoll wären. Außerdem ändert die Regierung ständig Gesetze, so dass für langfristige Anlagen heutzutage noch keine verbindliche Aussagen zu späterer Besteuerung getroffen werden können.

3. trotz Niedrigzinsen die Zinsen nicht ignorieren

Die 72er-Regel zeigt ganz simpel, welchen großen Unterschied bereist eine kleine Änderung der Zinsen beim Geld anlegen bewirken kann. Mit dieser 72er-Regel lässt sich leicht ermitteln, wie lange ein Investment braucht, um das eingesetzte Kapital zu verdoppeln.

Dafür teilt man 72 einfach durch den jährlichen Zins / Ertrag / die Rendite und erhält als Ergebnis die Anzahl der Jahre, bis das Anfangskapital verdoppelt ist. Beispiel: 4% Rendite – in diesem Fall dauert es 72 : 4 = 18 Jahre. Lassen sich beispielsweise am Aktienmarkt 6% erwirtschaften, ist eine Verdopplung bereits nach 12 Jahren (72 : 6 = 12) erreicht.

4. Hin und Her macht Taschen leer

Geld anlegen und investieren hat nichts mit spekulieren zu tun. Daher ist es auch nicht Ziel der Geldanlage ständig Werte zu kaufen oder zu verkaufen. Vielmehr geht es um einen stetigen Vermögensaufbau. Jeder Kauf oder Tausch von Aktien oder anderen Wertpapieren ist mit Kosten verbunden, welche unnötig an der Rendite zehren.

Außerdem sollte eine Anlagestrategie nicht wöchentlich in Frage gestellt und neu aufgesetzt werden. Sogar das tägliche Börsengeschehen kann als Grundrauschen der Märkte in den meisten Fällen ausgeblendet werden.

5. regelmäßig anpassen

Obwohl ein ständiges Umschichten der Anlagen ein Fehler ist, sollten man nicht unter allen Umständen an der Strategie festhalten, wenn diese nicht mehr passt, weil sich grundlegende Änderungen der persönlichen Situation ergeben haben. Daher ist es ratsam die eigene Strategie hin und wieder (beispielsweise 1x im Jahr) auf den Prüfstand zu stellen und genau zu hinterfragen.

6. am Ball bleiben

Letztendlich liegt es an jedem selbst. Die Grundlagen zum Geld anlegen sind leicht umzusetzen und den persönlichen Präferenzen anzupassen. Allerdings ist das wichtigste, das eingerichtete Sparpläne oder Daueraufträge auch dauerhaft aktiv bleiben und man schlicht und ergreifend einen langen Atem hat und einfach durchhält.

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Blog-Beiträge zum Thema mit weiteren Informationen: