Wie spare ich richtig? Und wie man mit einer konsequenten Strategie weiter  kommt.

Bei vielen ist das Problem ja, dass alle (Vermieter, Stromanbieter, Versicherungen etc…) am Ersten des Monats vom Girokonto fleissig Geld abbuchen oder dieses via Dauerauftrag abgebucht wird, und dann nur noch das mickrige Restguthaben übrig bleibt.

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Im Grunde ist es bei mir natürlich auch so. Die meisten Ausgaben sind bis zum 5. des Monats abgebucht.  Aber schon vor langer Zeit habe ich angefangen, konsequent zu sparen, um eben nicht nur vom Restguthaben zu leben. Stichwort „sich zuerst bezahlen“.

Letztendlich habe ich ein paar Regeln, nach denen ich spare. Wie bei vielen anderen Dingen im Leben auch, hilft es ungemein, wenn man eine Strategie – einen Rahmen – hat in dem man sich bewegt.

Also erst einmal: sich selbst bezahlen!

Ich denke, dass es durchaus Sinn macht, der Erste zu sein, der vom hart verdienten Geld profitiert. Im optimalen Fall sollten die monatlichen Ausgaben die Einnahmen nicht übersteigen, so dass zwangsläufig etwas Geld zum sparen übrig bleibt.

Ich habe meine Kosten schon einige Jahre lang genau aufgeschlüsselt, ein Haushaltsbuch geführt und einen festen Betrag verplant, den ich sparen möchte. Dieser Betrag war in mancher Zeit viel zu groß, aber nie zu klein. Mir hilft es, wenn ich ambitionierte Ziele habe.

Demnach könnte man also zum Beispiel sagen:

„Ich möchte monatlich 150 Euro sparen“, oder aber

„Ich will eine Sparquote von 10% erreichen“.

Letzterer Ansatz hat natürlich den Vorteil, dass mögliche Gehaltserhöhungen oder Sonderzahlungen sofort in die Sparquote wandern. Für disziplinierte Sparer wäre die andere Möglichkeit, einen festen Bestandteil (zum Beispiel 50%) jeder Sonderzahlung oder Gehaltserhöhung der Sparquote zuzuführen und diese damit extra zu pushen.

Dies soll nur als Beispiel dienen. Je nach persönlicher Situation sollte der absolute Betrag bzw. der Prozentsatz individuell gewählt werden. Zu Beginn kann man versuchen, 10% des Einkommens  zu sparen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die anfängliche Einschränkung mit nur noch 90% deines Einkommens zurechtzukommen, reine Gewohnheitssache ist. Probiert es aus. Es ist leichter als gedacht!

Genauer: sich zuerst bezahlen

Die individuell bestimmte Sparquote oder auch der fixe Betrag wird nun sofort nach Gehaltseingang auf ein separates Konto überwiesen und steht somit nicht mehr länger auf dem Girokonto zur Verfügung. Ich habe dazu verschiedene Konten eingerichtet eingerichtet.

Im Grunde erreichst du damit 2 Dinge. Erstens ist die Botschaft an dich selbst „Ich habe meinen Teil bekommen, den Rest können die anderen haben“ zum anderen kann ich dir versichern, dass du alle folgenden Abbuchungen deutlich entspannter sehen wirst, nachdem du dich selbst bezahlt hast.

Drittens: sich automatisch bezahlen

Der innere Schweinehund macht jede einzelne Überweisung jedes einzelnen Monats an dich selbst zur Herausforderung. Dir werden unzählige Dinge einfallen, die du mit dem Geld noch kaufen magst, oder welche lange geplante Ausgabe doch mal längst fällig wäre.

Diesen Fehler habe ich auch gemacht. Besonders in 2017 habe ich es nicht wirklich geschafft, regelmäßig Geld zu sparen, oder habe die Sparquote von Monat zu Monat zu stark variiert oder sogar ausgelassen. Dies habe ich im letzten Jahr nun konsequent abgestellt und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen! Also: einfach einen Dauerauftrag einrichten!

und zu guter Letzt: sich regelmäßig bezahlen

Ich habe es gerade schon beschrieben: es gibt die unterschiedlichsten Gründe: das Auto geht kaputt, eine neue Waschmaschine muss her, die neue Jacke, das verlängerte Wochenende und und und… Für unvorhergesehene Ausgaben hast du den Notgroschen. Für Konsumausgaben wie Urlaub etc. im besten Falle ein separates Konto. Aber tätige diese Ausgaben nicht zu Lasten des Dauerauftrages. Fass den Dauerauftrag nicht an. Außer um ihn zu erhöhen…

Also:

Mir haben diese 4 Regeln geholfen, mich weiter zu disziplinieren. Auch kleine Beträge summieren sich und richtig angelegt erwirtschaftet das Geld wiederum Rendite. Das  Ergebnis ist jeden Monat sichtbar. 

3 Kommentare
  1. Carsten
    Carsten sagte:

    Hallo,

    Sehr schön zusammengefasst, genauso funktioniert das regelmäßige und systematische Sparen. Und wie du auch schreibst, wenn man es mal ausprobiert, merkt man schnell, dass es nicht so schlimm ist, auf 10% (oder vielleicht sogar mehr) des Gehalts zu verzichten.

    Ich hab mal meine eigenen 5 wichtigsten Sparregeln aufgeschrieben. Ist vielleicht als Vergleich ganz interessant: https://finanziellfit.de/systematisch-sparen-leitfaden/

    Viele Grüße,

    Carsten

  2. Sanja
    Sanja sagte:

    Sehr gute Gedanken, bei den vielen Menschen die immer Sparen und über das Sparen schieben, vergessen dich viele eine wichtige Sache: Leben. Und zum Leben gehört auch hin und wieder eine Belohnung, das Gehirn braucht sowas. Das schiere angucken auf Zahlen befrieidgt einen nur temporär.

    Grüße
    Sanja

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  1. […] Bei vielen ist das Problem ja, dass alle am Ersten des Monats vom Girokonto fleissig Geld abbuchen und dann nur noch das mickrige Restguthaben übrig bleibt. Vor langer Zeit habe ich angefangen, konsequent zu sparen, um eben nicht nur vom Restguthaben zu leben. Stichwort „sich zuerst bezahlen“. Der Beitrag sich beim sparen zuerst bezahlen erschien zuerst auf sparen-anlegen-vorsorgen. Original Artikel anzeigen […]

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