Mit der Steuererklärung Geld vom Staat zurückholen

Jedes Jahr aufs Neue steht die Steuererklärung ins Haus und für viele Arbeitnehmer ist dieser Termin mit einem gewissen Stress verbunden. Der Grund dafür ist das komplexe deutsche Steuersystem, bei dem viele Laien kaum einen Überblick haben können. Deshalb geben viele Arbeitnehmer oft gar keine Steuererklärung ab oder wissen nicht, was sie alles von der Steuer absetzen können. In beiden Fall verschenkt man unnötiger Weise Geld.


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Ab wann gibt es Geld vom Staat zurück?

Grundsätzlich hat jeder Arbeitnehmer jährlich einen sogenannten Arbeitnehmer-Pauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro. Mit diesem Pauschbetrag sollen alle außergewöhnlichen Kosten, die mit dem Beruf zu tun haben, abgegolten werden. Erst wenn man über diesen Betrag kommt, bekommt der Arbeitnehmer Geld zurück. Das war die schlechte Nachricht. Dass man recht schnell über einen Betrag von 1.000 Euro kommen kann, ist dagegen eine gute Nachricht.

Wofür bekommt man Geld zurück?

Den größten Posten der Sparmöglichkeiten wird bei den meisten Arbeitnehmern der Weg zur Arbeit darstellen. Für jeden Kilometer bekommt man 30 Cent Pendlerpauschale. Dabei ist es dem Finanzamt ziemlich egal, wie man zur Arbeit kommt. So erhält man die Pendlerpauschale nicht nur, wenn man mit dem eigenen Auto fährt. Auch wer mit Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit kommt hat Anspruch darauf. Selbst bei einer Fahrgemeinschaft kann jeder Mitfahrer die Pauschale angeben. Eine Ausnahme gilt nur bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier können die tatsächlichen Fahrtkosten geltend gemacht werden. Wer mit dem eigenen Auto fährt, kann auch andere Kosten, wie zum Beispiel Durchsichten oder Reparaturen, steuerlich geltend machen. Sogar das Waschen der Berufskleidung kann man von der Steuer absetzen. So lässt sich die Berufskleidung mit je mit 48 Cent bei 60-Grad-Wäsche und 60 Cent bei Buntwäsche je Kilogramm absetzten. Dazu kommen noch pro Kilo 34 Cent für den Kondenstrockner. Selbst das Bügeln wird mit fünf Cent pro Kilo unterstützt.

Steuersoftware macht die Steuererklärung leichter

Wie bereits erwähnt ist das Erstellen der Steuererklärung nicht gerade die beliebteste Tätigkeit. Ein Grund ist dabei auch die vom Finanzministerium angebotene Software. Diese glänzt nicht gerade mit leichter Zugänglichkeit. Lösungen anderer Anbieter erleichtern die Aufgabe enorm. Die Steuersoftware von steuererklaerung.de ist intuitiv bedienbar und verhilft innerhalb weniger Minuten zu einer vollständigen Steuererklärung. So sind etwa Änderungen im Steuerrecht schnell eingepflegt, Pauschalen können automatisch abgesetzt werden, man bekommt Hilfen zu jedem einzelnen Punkt. Als besonderes Highlight sieht man schon vor der Abgabe, wie viel man als Rückerstattung erwarten kann.

Die Fristen darf man nicht verpassen.

Arbeitnehmer, die ihre Steuererklärung selbst erstellen, müssen sich den 31. Mai als Termin eintragen. Spätestens bis zu diesem Stichtag müssen die Formulare beim zuständigen Finanzamt eingereicht sein. Unter bestimmten Voraussetzungen wie Krankheit, Arbeitsaufkommen oder fehlende Unterlagen kann eine Fristverlängerung beantragt werden. Wer seine Steuererklärung von einem Steuerberater machen lässt, hat dafür bis zum 31. Dezember Zeit.

Autor: Katharina Hoffmann

1 Kommentar
  1. Finanziell Fit
    Finanziell Fit sagte:

    Hallo Katharina,

    Danke für den Artikel. Wirklich interessant, wie viele jedes Jahr Geld verschenken, weil sie ihre Steuererklärung nicht machen. Dabei ist es mit einer Steuersoftware heutzutage wirklich einfach geworden….

    Ich hab auf meinem Blog übrigens über meine 5 Erkenntnisse beim Ausfüllen der Steuererklärung geschrieben: https://finanziellfit.de/steuererklaerung-machen-meine-5-learnings-2018/

    Ist vielleicht für den ein oder anderen auch noch interessant ;-)

    Viele Grüße,
    Carsten

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