Mein wichtigstes, persönliches Sparziel

Was ist Dein wichtigstes, persönliches Sparziel ? Dieser Frage möchte der Finanzrocker in seiner Sommer-Blogparade nachgehen.

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Nach viel zu langer Abwesenheit möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich zum Ersten wieder zurückzumelden und zum Zweiten versuchen, eine Antwort auf diese Frage aus meiner Sicht zu liefern.

Wenn man wissen möchte, was sparen denn so eigentlich bedeutet, findet man bei Wikipedia folgende Erklärung: „Sparen ist das Zurücklegen momentan freier Mittel zur späteren Verwendung. Häufig wird durch wiederholte Rücklage über längere Zeit ein Betrag aufsummiert, der dann für eine größere Anschaffung verwendet werden kann.“

Ich finde, das trifft es für meinen Fall schon sehr gut. Ich habe ein Haushaltsbuch, in dem ich alle monatlichen Ausgaben erfasse. Damit habe ich die Möglichkeit, einen guten Überblick über meine Ausgaben zu behalten und kann gleichzeitig gut tracken, welche Sparquote ich habe.

Bereits zu Monatsbeginn werden alle fälligen Zahlungen beglichen. Miete, Versicherungen, Daueraufträge sind somit meist zum 5. des Monats erledigt – und damit ca. 95% aller monatlichen Ausgaben. Auch meine monatliche Sparleistung wird mittels Dauerauftrag zu Beginn des Monats auf ein entsprechendes Konto gebucht. Alles, was dann am Ende des Monats noch „übrig“ ist, wird ebenfalls zum sparen verwandt. Ich spare nicht am falschen Ende und gönne mir auch etwas (dafür habe ich ein separates Budget), versuche dennoch sparsam zu leben und jeden Monat mehr zurückzulegen, als meine eigentliche Sparrate vorsieht. Demnach lege ich derzeit freie Mittel zur späteren Verwendung zurück – gemäß Wikipedia. :-)

Ein altes Sprichwort sagt „steter Tropfen höhlt den Stein“. Das sehe ich auch so. Also – wie bereits erwähnt, überweise ich die Sparrate per Dauerauftrag, setze sie nicht aus und halte durch. Das gelingt jedoch nur, wenn die monatliche Summe nicht unrealistisch gewählt ist und man noch ausreichend Geld für sich und sein Leben zur Verfügung hat. Noch vor 2 Jahren habe ich mich zu sehr eingeschränkt, mir kaum etwas gegönnt. Das schlägt aufs Gemüt. Immer nur Sparflamme ist auch nicht gut. Also spare ich eigentlich für unterschiedliche Bereiche:

Zuerst der Notgroschen. Das ist die übliche Reserve für schlechte Zeiten – Jobverlust zum Beispiel. Damit lässt sich ruhiger schlafen und man ist gut gerüstet für den Fall der Fälle. Hier hat jeder seine eigene Vorstellung, wie viel Geld man als Notgroschen braucht. 3 Gehälter, 6 Gehälter, andere sind der Meinung, es sollte schon ein Jahresgehalt sein. Da muss jeder für sich entscheiden, wo sein Wohlfühlbereich liegt.

Zum Zweiten spare ich jeden Monat etwas Geld für Konsumausgaben. Also für ein bestimmten Zweck.

Im eigentlichen Sinne, ist das in meinen Augen nicht sparen, sondern nur eine Rücklage für Ausgaben bilden. Von diesem Geld bezahle ich dann Urlaub, Kleidung oder sonstige umplanmäßige Anschaffungen. Das kann also z.B. ein neues Handy oder eine neue Waschmaschine sein.

Das eigentliche sparen kommt für mich erst danach. Hier fließt auch die größte Summe ein. Würde ich mehr für Konsum sparen, würde ich etwas falsch machen… Hier spare ich für meine Zukunft, Vorsorge und Absicherung im Alter. Das Geld wird auf einem Konto geparkt und bei erreichen einer bestimmten Summe dann investiert. Für mich ist ein Aktiendepot dabei die beste Wahl. Derzeit noch am Anfang und nicht sonderlich groß, aber der Beginn ist gemacht und ich spare monatlich weiter.

Wenn ich genau überlege, kann ich ein einzelnes Sparziel jedoch nicht genau benennen. Eigentlich gibt es da einige Dinge, die mir durch den Kopf gehen:

  • Derzeit wohne ich zur Miete, trage nicht aber seit langer Zeit mit dem Gedanken eine Immobilie zu erwerben.
  • Im Aktiendepot liegt der Fokus auf Dividendenwerten, welche mir eine (regelmäßige) Ausschüttung bescheren. Das Aktiendepot sollte sicher im Laufe der Zeit anwachsen und mir ein ansehnliches passives Einkommen bescheren.
  • Vielleicht geht auch darum, einfach genügend Geld anzusammeln, um den planmäßigen Renteneintritt etwas zu verkürzen. Ich arbeite wirklich sehr gern und habe den perfekten Job. Fraglich allerdings, ob das in 15, 20 oder 25 Jahren auch noch so ist.
  • Ein weiterer Gedanke ist, einfach unabhängig zu sein. Ausreichend Geld zu haben, um sich Freizeit zu kaufen. Nicht, um früher in Rente zu gehen, sondern einfach Zeit mit einer seiner Familie zu haben. Eventuell reicht eine 4-Tage-Woche, wenn man 50 ist?!?

Für mich geht es jedenfalls nicht darum, mal ein bestimmtes Auto zu fahren oder eine Weltreise zu machen. Vielmehr ist es das gute Gefühl, für die Zukunft vorzusorgen. Für meine eigene, die meiner Familie. Es ist die Gewissheit, eine bestimmte Summe zu besitzen, die Sicherheit vermittelt. Finanzielle Sicherheit.

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