mein Kontenmodell – so behalte ich meine Finanzen im Griff

Es passiert wahrscheinlich jedem von uns irgendwann: plötzlich ereignen sich Dinge im Leben, welche so nicht wirklich planbar waren. Wenn diese Dinge Geld kosten, kann das schnell zu finanziellen Engpässen führen, wenn man nicht wirklich gut vorgesorgt hat. Dafür habe ich ein Kontenmodell, mit dem alle Ausgaben in Kategorien sortiert und entsprechend auf unterschiedlichen Konten verteilt werden.

728x90
* Werbung

Obwohl ich eigentlich dachte, all diese Dinge gut im Griff zu haben, wurde ich nun eines besseren belehrt. Es ist nicht so, dass mich das finanziell aus der Bahn wirft, aber es hat zur Folge, dass ich meine Sparquote für 1 oder gar 2 Monate nicht halten und somit auch nicht zum investieren nutzen kann…

Grund allen Übels ist zum ersten mein Auto: 10 Jahre alt, aber eigentlich technisch und optisch gut in Schuss. Soll heißen es funktioniert. Das reicht mir. Es stehen in der Regel keine außerordentlichen Reparaturen an, TÜV und AU sind die planmäßigen Werkstattbesuche. Bisher. Im Mai hat sich ein Abgasventil verabschiedet, als ich unterwegs war. Die Folge: eine gelbe Anzeige „Motor“ im Tacho. Also in die Werkstatt. Auf Grund der Zeitnot (es war Samstag vormittag) war keine Reparatur möglich, somit wurde das Ventil gereinigt. Damit bin auch gut wieder nach Hause gekommen. Allerdings hat sich die Kontrollleuchte 3 Tage später wieder gemeldet. Wieder in die Werkstatt: Ventil defekt. Das neue Ventil hat mich 200€ inkl. Einbau gekostet, die Reinigung zuvor 100€. Macht 300€ in 4 Tagen – nur fürs Auto.

Nun, 2 Monate später hat sich letztes Wochenende die Kontrollleuchte für den Reifenluftdruck gemeldet. Kurz rechts gehalten, Reifen geprüft, alles in Ordnung. Also das System resetet und weiter. Nachdem ich 10km später am Ziel war, wusste ich, was den Fehler ausgelöst hat. Eine Felge war nicht nur warm , sondern ehr heiß. Meine Vermutung: die Bremse ist defekt / fest. Nach dem Weg in die Werkstatt stellte sich 2 Tage später heraus, dass die Bremse an diesem Rad ihren Geist fast gänzlich aufgegeben hatte. Ergebnis: eine neue Bremse – und eine Rechnung über 340€.

Zum zweiten kommt hinzu, dass ich einen Rechtsstreit habe. Ich möchte an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen, Fakt ist aber, dass mich dieser etwas mehr als 1000€ kostet bzw. in den letzten 4 Wochen schon einen erheblichen Teil davon gekostet hat.

Wozu erzähle ich das alles? Eigentlich nur, um zu zeigen, dass unvorhersehbare Ausgaben einen finanziell schon ziemlich aus der Bahn werfen können. Und um von meinem Konten-Modell zu berichten, was mich all diese finanziellen Dinge „relativ“ gut überstehen lässt:

Wie jeder von euch, habe auch ich ein Girokonto. Auf diesem Girokonto gehen alle Einnahmen ein. Also mein Gehalt oder beispielsweise die Einnahmen von dieser Website. Ebenso gehen alle Kosten von diesem Girokonto ab: Miete, Versicherungen, die Kosten für DSL und Mobilfunk etc. Jedoch werden nicht alle Kosten gleichmäßig monatlich abgebucht. Einige Versicherungen berechnen die Beiträge jährlich bzw. pro Quartal, einige Sachen (Kfz-Steuer) fallen zwangsläufig jährlich an. Um diese Kosten nicht „plötzlich“ zu haben, habe ich ein Kontenmodell für mich aufgestellt, welches sich seit Jahren nutze.

Kontenmodell

Den Aufbau meines Kontenmodell möchte ich nachfolgend kurz veranschaulichen.

1. Zu Beginn habe ich habe alle Ausgaben (egal, ob jährlich, monatlich oder pro Quartal) erfasst.

2. Danach wurden alle Ausgaben den entsprechenden Zeiträumen zugeordnet und der entsprechende monatliche Anteil errechnet.

→ Bsp. Kfz-Steuer: 170€ im Jahr – macht rund 15€ im Monat.

3. Nun habe ich alle Ausgaben kategorisiert: Wohnung, Auto, Versicherung, Lebensmittel etc.

4. Einmalige Anschaffungen/Ausgaben (Urlaub 1x im Jahr für 900€ oder ein neues Auto in 5 Jahren für 5000€) wurden ebenso in monatliche Anteile gesplittet

5. Nun habe ich versucht, entsprechende Konten zu definieren. Da ich alle Summen auf einem separaten Tagesgeldkonto spare, habe ich sie auch entsprechend Kategorisiert.

→ „Versicherung“ für alle Versicherungen,

→ „Auto“ für alle Kfz bezogenen Ausgaben und so weiter…

6. Jetzt ging es daran, die notwendigen Beträge, welche nicht monatlich anfallen, je nach Kategorie zu summieren und mittels Dauerauftrag auf das entsprechende Konto zu überweisen (ich runde die Beträge immer auf, so dass ich auch auf den entsprechenden Konten einen leichten Überschuss erarbeite)

7. Wie zuvor auch, werden die monatlichen Kosten durch das Girokonto bedient

8. Alle Kosten, welche nicht monatlich anfallen, werden ab sofort bei Fälligkeit von dem entsprechend Tagesgeldkonto auf das Girokonto überwiesen.

Das sieht dann beispielsweise so aus:

Kostenaufstellung

© www.sparen-anlegen-vorsorgen.de

Die „Verteilung“ auf dem Kontenmodell läuft dann so ab:

  • Das Gehalt geht auf dem Girokonto ein und alle monatlich fälligen Rechnungen werden direkt vom Girokonto abgebucht / gezahlt.
  • Auf das Tagesgeld „Versicherung“ werden 55€ für alle jährlichen bzw. quartalsweise zu zahlenden Versicherungen und die GEZ überwiesen.
  • Das Tagesgeld „Auto“ wird mit 185€ bedient und deckt damit jährlich zu zahlende Kfz-Steuer, die Kfz-Versicherung sowie die Instandhaltung und die Ansparung für ein neues Auto.
  • Für sämtliche Konsumausgaben stehen für das Konto „Konsum“ 100€ zur Verfügung und zusätzlich wandern noch 75€ auf das Tagesgeld „sparen“ und weitere 500€ direkt ins Depot.

Natürlich muss ich dabei immer wieder Überweisungen vornehmen und Geld von A nach B transferieren. Jedoch hat es den angenehmen Nebeneffekt, dass ich beispielsweise Kleidung vom „Konsum-Konto“ bezahle. Das hat zur Folge, dass ich nur etwas kaufen kann, wenn auch ausreichend Geld auf dem „Konsumkonto“ ist. Und ich mir vorher wirklich überlege, ob ich z.B. die neue (dritte) Jacke wirklich brauche.

Aber speziell bei großen Beträgen (Kfz-Steuer oder Kfz-Versicherung) macht sich die Mühe, es einzurichten, wirklich Sinn. Durch die monatlichen Rückstellungen summieren sich die fälligen Beträge je nach Zahlweise wie von selbst…

Denn sind die Rechnungen für Kfz-Versicherung fällig bzw. werden abgebucht, überweise ich einfach die entsprechende Summe vom Tagesgeldkonto zurück auf das Girokonto.

Hinzu kommt, dass ich alle Überschüsse „manuell“ vom Girokonto auf das „sparen“-Tagegeldkonto überweise. Kleinvieh macht auch Mist. Hinzu kommen meine Dividenden, die auf dem Verrechnungskonto zum Depot landen (welches sich hier nicht separat aufgeführt habe) und somit dieses Konto regelmäßig „füttern“. Damit sind zumindest die Gebühren für meine Käufe gedeckt. Zusätzlich kann ich weitere außerordentliche Investments tätigen, wenn ich auf dem „sparen“-Tagesgeld über ausreichend Kapital verfüge. Jedoch versuche ich hier gerade Liquidität für meinen geplanten Immobilienkauf aufzubauen / zu halten.

Zu Guter letzt möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ein Notfall-Konto oberste Priorität hat. Dieser Notgroschen sollte je nach persönlichem Sicherheitsempfinden 3 bis 6 Monatsausgaben umfassen. Einige sind der Meinung, es müssen nicht nur die Ausgaben des Monats, sondern das ganze Gehalt sein (um im Notfall auch die Sparquote weiter zu halten), andere wiederum fühlen sich erst mit 12 Monatsausgaben wohl. Das kann jeder wirklich nur für sich entscheiden.

Demnach habe ich also, um an den Anfang des Artikels anzuknüpfen, die fälligen Rechnungen fürs Auto vom Tagesgeld „Auto“ gezahlt und werde meine Rechnungen für den Anwalt wohl (teilweise) vom Konto „sparen“, als auch durch den Verzicht eines Wertpapierkaufes im August begleichen. Eigentlich ein „Notfall“, allerdings versuche ich wirklich strikt, meinen Notgroschen nicht anzutasten, so lange ich die Summe anderweitig aufbringen kann und nicht anfangen muss, Werte aus meinem Depot zu veräußern.

Wie sieht euer Kontenmodell aus?

16 Kommentare
  1. Alexander
    Alexander sagte:

    Mein Modell ist ähnlich, nur vielleicht etwas einfacher gehalten (für mich).

    Die Fixkosten habe ich in einer Excel-Tabelle aufgeführt, die regelmäßig (meist jährlich) korrigiert wird. Dabei werden die jährlichen Zahlungen auf das Monat gerechnet. Als Ergebnis habe ich 900 € im Monat Fixkosten. Diese + 100 € überweise ich auf ein zweites Girokonto, von dem die Zahlungen dann abgebucht werden. Als Reserve habe ich ein Tagesgeldkonto, sollte eine Reparatur oder ein Ersatz für ein defektes Haushaltsgerät anfallen, buche ich das Geld dort ab und fülle das Tagesgeldkonto nach und nach wieder auf, bis die Zielgröße erreicht ist. Alles Geld, das ich nicht brauche, wird dann vom ersten Girokonto auf das Depot überwiesen. Mal mehr, mal weniger (oder eben auch nichts).
    Also ein Drei-Konten-Modell.

    • Elmar
      Elmar sagte:

      Hallo Alexander,

      danke, dass du dein Modell kurz geschildert hast. Das lustige ist, ich hatte das zu Beginn auch so. 🙂
      Allerdings habe ich irgendwann ein neues Tagesgeldkonto eröffnet und da gibt es die Möglichkeit „Unterkonten“ anzulegen, welche auch eine eigene Kontonummer haben. Das hat mich dazu „verführt“, mein Kontenmodell so zu gestalten wie es jetzt ist. Und ich muss gestehen, dass ich es so für mich etwas übersichtlicher finde. Es ist so leichter für mich, die einzelnen Positionen auseinander zu halten…
      Allerdings buche ich auch, wie von Dir beschrieben, im Falle des Falles vom Tagesgeld auf Girokonto um Rechnungen zu bezahlen und fülle das Tagegeldkonto dann im Laufe der folgenden Monate wieder bis zum „Soll-Stand“ auf.

  2. DerMitleser
    DerMitleser sagte:

    An diesem „Konten-Modell“ sind meiner Meinung nach mindestens 4 Tagesgeldkonten völlig überflüssig. Zunächst das Konto „sparen“. Dieses kann zusammengelegt werden mit dem Konto „Notgroschen/Reserve“. Erst recht unsinnig, wenn ich ohnehin ein Depot habe und dieses regelmäßig bediene.

    Als völlig überflüssig sehe ich auch die drei Konten „Versicherung“, „Auto“ und „Konsum“. Diese können ebenfalls mit dem Konto „Notgroschen/Reserve“ zusammengelegt werden.

    Außerdem: wenn man (oder Frau) sich schon die unnötige Mühe macht und für jeden Fitz und Feuerstein ein Konto eröffnet: wo ist dann beispielsweise das Tagesgeldkonto „Gesundheit“ (Medikamente, Arztbesuche, Kuren, Zahnersatz..). Und was ist mit Steuernachzahlungen (nicht KfZ betreffend)? Mit Nachzahlungen von Strom- und Gas und sonstigen Nachzahlungen? Mit Rücklagen für die (künftigen) Kinder? Mit dem eigenen Hobby, den Vereinsbeiträgen? Und so weiter…. Demnach fehlen hier sogar noch eins, zwei Konten in diesem „Konten-Modell“.

    Meiner Meinung nach ist alles was über ein Girokonto, ein zusätzliches Tagesgeld- oder Festgeldkonto und einem Depot hinausgeht völlig sinnfrei… Allenfalls noch (je?) ein Depot für die Kinder.

    • Elmar
      Elmar sagte:

      Hallo Mitleser,

      ich finde es wirklich gut, wenn Du deine Finanzen so einfach im Überblick hast. Das macht wirklich viel einfacher. Für mich ist der Notgroschen als eigenes Konto wichtig, da ich wirklich keine anderen Anlagen damit vermischen möchte. Das scheint vielleicht etwas übertrieben, macht die Sache für mich aber einfacher. das gleiche gilt für die anderen Konten. Genau genommen ist das ein Konto, nur bietet die Bank die Option, einzelne Unterkonten anzulegen – das habe ich getan. Damit fühle ich mich wohler und kann die Sache übersichtlich (für manche umständlich) gestalten.

      Die von dir angesprochenen Themen Gesundheit, Steuer oder Nachzahlungen wickle ich über das Konto „Konsum“ ab. Aber ich muss ganz ehrlich zugeben, bevor ich das Konto hatte, bei dem ich Unterkonten anlegen kann, hatte ich auch nur 1 Tagesgeldkonto. 🙂 Aber den Notgroschen habe ich seit Anfang an auf einem separaten Konto.

  3. Sunny
    Sunny sagte:

    Hallo,
    mein Modell ist im Grunde ähnlich, aber ich habe weniger Konten und nutze zusätzlich eine Haushaltsbuch-App. Das ist sehr übersichtlich, ich muss aber nicht dauernd hin und her überweisen. Auch wenn ich das Mehrkontenmodell gut und übersichtlich finde wäre mir das zuviel Arbeit, insbesondere da man immer rechtzeitig dran denken muss, zu überweisen. Das wäre genau mein Problem.

    Meinen Notgroschen – zur Zeit 6 Nettogehälter – habe ich auch auf einem Tagesgeldkonto. Anlagen sind im Depot. Die übrigen Töpfe habe ich auf dem Girokonto, wohl wissend dass das suboptimal ist, aber es ist einfach.

    Viele Grüße
    Birgit

    • Elmar
      Elmar sagte:

      Hallo Birgit,

      es ist sicherlich etwas Aufwand, die einzelnen Oberweisungen zu tätigen – aber ich finde das hält sich in Grenzen. So viele Transaktionen sind es dann doch nicht….
      Für mich ist es nur eine große Hilfe, die einzelnen Posten übersichtlich zu gestalten.

      Ich überweise gleich zu beginn des Monats die einzelnen Summen auf die Konten. Damit ist mein Girokonto in der Regel nicht sonderlich gut „gefüllt“. Das hat für mich den Vorteil, dass ich vor ungeplanten Anschaffungen wirklich darüber nachdenke, ob ich es wirklich brauche, oder nicht, da ich ja die Summe dann „von Hand“ wieder aufs Girokonto überweisen muss.

      Wie gesagt, für manchen ist das Modell etwas übertreiben. Mir verhilft es zu Struktur und genau das hilft mir dabei, zu sparen. Nur darum gehts ja eigentlich. Und wenn Du das auch mit 3 Konten hinbekommst – perfekt. 🙂

  4. Max
    Max sagte:

    Hi,
    mein Kontenmodell sieht wie folgt aus:

    2 Girokonten
    3 Tagesgeldkonten

    1. Girokonto = Einnahmeneingangskonto
    Alle monatliche fixe Einnahmen, wie Gehälter/Mieteinnahmen/Kindergeld/etc., gehen auf das erste Girokonto ein.

    2. Girokonto = Fixkostenkonto
    Alle wiederkehrende Ausgaben, wie Miete/Versicherungen/Abos/Wohnkosten/Verträge/etc., werden vom Fixkostenkonto gezahlt. Alle Lastschriften gehen von diesem Konto ab.
    Wie im Artikel beschrieben, rechne ich alle wiederkehrende Ausgaben auf monatliche Beträge (aufgerundet) um und überweise diese entsprechend am Anfang des Monats vom Einnahmeneingangskonto auf das Fixkostenkonto.
    Wem es gefällt, kann natürlich mit zeitlichem Aufwand das für den Monat nicht benötigte Geld auf ein Tagesgeldkonto überweisen und kurz vor Abbuchung zurücküberweisen. Jedoch ist dies für mich zu zeitintensiv und das Fixkosten-Girokonto-Modell funktioniert ohne Aufwand nach der Einrichtung.

    1. Tagesgeldkonto = Rücklagenkonto
    Auch ich mag es einen separaten Notgroschen anzusparen. Für mich sollten hier mindestens 3 Monatseinnahmen zurückgelegt werden. Ich bespare in diesem Rücklagenkonto zusätzlich meinen Notgroschen für mein selbstgenutztes Mehrfamilienhaus. Hierfür versuche ich jährlich 1% des Gebäudewertes zurückzulegen.
    Folglich liegen bei mir 3 Familiengehälter, 3 Mieten und die Gebäudeinstandhaltungrücklagen auf dem Tagesgekdkonto, das ich normalerweise nie anfassen werde, wenn ich anfallende Kosten anders begleichen kann (z.B. durch Aussetzen von Sparraten).

    2. Tagesgeldkonto = Konsum- und Fortbildungskonto
    Das Konsumkonto sind für mich wiederkehrende variable Ausgaben, wie Geschenke, Urlaub, Autoanschaffung und- reparatur (TÜV, Steuer und Versicherung wird vom Fixkostenkonto beglichen), Haushaltsgeräte, Technik etc. und geplante Fortbildungen (z.B. Bücher, Onlinekurse).

    3. Tagesgeldkonto = Investitionskonto
    Das Investitionskonto wird bei mir erst seit diesem Jahr bespart. Hier werden in Zukunft regelmäßig Geldbeträge eingezahlt, die für ein Depot benutzt werden sollen. Eine weitere Idee könnte sein, Ansparungen für Selbstständigkeit, Erwerb einer vermieteten Immobilien oder Ähnliches zurückzulegen, um mit seinem eigenen Geld weiteres Geld zu erzeugen.

    In Zukunft werden noch Kapitallebensversicherungen meiner Frau auslaufen. Diese Beträge werde ich entweder zusätzlich auf das Rücklagenkonto, in eine Festgeldleiter oder in risikoärmere Investitionen (z.B. Anleihen) anlegen.

    • Elmar
      Elmar sagte:

      Hallo,

      ich finde euer Modell ziemlich ansprechend. Etwas kompakter als meins, dafür mit 2 Girokonten.
      Wenn ich es richtig verstehe, überweist ihr dann per Dauerauftrag oder Überweisung jeden Monat von Giro1 auf Giro2 den errechneten Betrag?!?

      Auch für mich ist es wirklich wichtig, ein separates Konto für den Notgroschen zu haben. Die Idee mit der Instandhaltungsrücklage und den zusätzlichen Mieten auf diesem Konto find eich gut. Ich kann mir durchaus vorstellen, das so zu übernemen, wenn der Immobilienkauf stattgefunden hat.
      Das Konsumkonto nutzt ihr demnach ähnlich universell wie ich… Das hätte ich in meiner Aufstellung wohl etwas besser erklären können…

      Was meinst Du mit einer Festgeldleiter? EIne große Sumem in meherere Teile zu unterschiedlichen Laugfzeiten anlegen?

      Danke!
      Beste Grüße
      Elmar

      • Max
        Max sagte:

        Ja, wir überweisen am Anfang des Monats den errechneten Betrag auf das Fixkostenkonto mit Hilfe von Daueraufträgen. Jeder Dauerauftrag hat dabei eine Kategorie (z.B. Wohnkosten, Hausdarlehen, Versicherungen, Freizeit, Kommunikation, Vorsorge usw.) und verschiedene Kostenpositionen.

        Hierbei geben wir auch den Betrag im Verwendungszweck direkt nochmal an, der für die Umrechnung verwendet wurden ist (z.B. „Wohnkosten (210/m Heizungsgas, 148,01/j Heizungswartung, 52,50/vj GEZ, 130/m Strom, 88/m Wasser, 22/m Abfall)“). Damit muss ich nicht ständig weitere Dokumente pflegen und kann bei Veränderungen direkt im Dauerauftrag die Beitragsveränderungen eintragen und den Gesamtbetrag neu errechnen. Veränderungen kann ich auch relativ leicht nachvollziehen. Wenn ich beispielsweise dieses Jahr eine höhere Heizungswartungsrechnung erhalten würde, kann ich dies direkt in der Umsatzanzeige sehen.

        Zur Festgeldleiter:
        Würde ich 10.000 Euro risikoarm anlegen wollen, würde ich den Betrag aufteilen, z.B. 4 mal 2.500 Euro, und diese dann per Festgeld mit unterschiedlichen Laufzeiten bei einer Bank anlegen. Also 2.500 Euro für ein Jahr, 2.500 Euro für zwei Jahre, 2.500 Euro für drei Jahre und 2.500 Euro für vier Jahre. Nach Ablauf einer Festgeldperiode, in unserem Beispiel nach einem Jahr, würde man das Geld wieder erneut auf 4 Jahre anlegen.

        Vorteil hierbei ist, dass ich nach jedem Jahr wieder Geld für den Notfall zur Verfügung habe – ich steigere also meine Flexibilität – und das die durchschnitliche Verzinsung durch das längere Anlegen wieder erhöht wird.

        • Elmar
          Elmar sagte:

          Hallo,

          das „Vehikel“ mit dem Verwendungszweck gefällt mir gut. Das ist praktisch und lässt sich super auswerten. Top!

          Thema „Festgeldleiter“ habe ich dann wohl richtig verstanden. Ich habe das (als die Zinsen attraktiver waren) mit dem Notgroschen gemacht: 1 Monat aufs Tagesgeld, 2 Monate Festgeld für 30 Tage, 3 Monate Festgeld mit 90 Tagen angelegt. Ist dann wohl das gleiche Prinzip. 🙂

  5. Phoenix
    Phoenix sagte:

    Genau für sowas nutze ich begeistert die Software YNAB. Damit habe ich ca. 50 „virtuelle Konten“ und weiß immer genau, für was ich wie viel ausgeben kann.
    Am Anfang ist es etwas Arbeit, aber inzwischen (nach 2,5 Jahren) Routine, Spaß und vor allem die entspannte Gewissheit, alles im Griff zu haben.

  6. Finanzielle Freiheit
    Finanzielle Freiheit sagte:

    Hi,

    Eindrucksvoll welch ausgeklügeltes System Du hier entwickelt hast. Ich frage mich allerdings, ob es auf Grund seiner Komplexität wohl vielen Deiner Leser nicht gelingen wird das Modell durchzuhalten.

    Habe zu diesem Thema zwei Artikel geschrieben, die sich auf keep it simple in der finanziellen Grundausstattung fokussiert (https://meinefinanziellefreiheit.com/2016/07/07/die-finanzielle-grundausstattung/) und dann auch eine Automatisierung des Sparens (https://meinefinanziellefreiheit.com/2016/06/30/automatisiertes-sparen/) möglich macht.

    Was meinst Du?

    Viele Grüße,
    FF

    • Elmar
      Elmar sagte:

      Hallo FF,

      das Kontenmodell zu erklären, ist sicher nicht ganz einfach. Daher habe ich versucht, das Ganze mit einer Infografik anschaulich darzustellen.
      Allerdings weicht mein Modell gar nicht so weit von Deinem beschriebenen ab, da ja auch Du -wie in deinem Beitrag erwähnt- mehrere Sparkonten eröffnet hast und auch den Notgroschen auf einem separaten Konto parkst. Von daher sind die sich unsere Kontenmodelle sehr ähnlich. Denn auch meine verschiedenen Tagesgeldkonten liegen bei einer Bank und werden lediglich als Unterkonten im Account angesprochen.

      Wichtig finde ich – unabhängig vom Kontenmodell – deine Darstellung zum automatisierten sparen, um vom Einkommen sofort einen gewissen Anteil zu sparen. Du hast ja auf Bodo Schäfer verwiesen, der in seinen Büchern immer von 10% sprach. Ganz gleich, ob 10 oder 20% – diesen Ansatz finde ich unabdingbar für einen nachhaltigen Vermögensaufbau.
      Ebenso gelungen finde ich deinen Tipp, von jeder Gehaltserhöhung oder zusätzlichem Einkommen 50% zu sparen, um die Sparquote sofort zu erhöhen und einen enorm steigenden Lebensstil zu verhindern. Wenn man das Geld einer Gehaltserhöhung nicht wirklich benötigt, lässt sich auch die komplette Summe sparen.

      Beste Grüße
      Elmar

      • Finanzielle Freiheit
        Finanzielle Freiheit sagte:

        Hallo Elmar,

        Vielen Dank!

        Bitte mich nicht falsch zu verstehen – ich finde die Infografik super und auch anschaulich. Allerdings strebe ich in meinen finanziellen Angelegenheiten danach die Dinge einfach zu halten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass monatliches Überprüfen udgl. zuweilen auch dazu führen kann, dass das System nicht lange überlebt ;-))

        Viele Grüße,
        FF

        • Elmar
          Elmar sagte:

          Hallo FF,

          ich habe dich nicht falsch verstanden und bin um jeden Input froh. Es ist mir nur einfach schwer gefallen, meine Gedanken zu Papier zu bringen. 🙁
          Es ist super, wenn man es schafft, seine Finanzen mit Giro, Tagegeld und Depot zu koordinieren. Ich tu mich da etwas schwerer – daher mehr Konten. Das hilft mir bei der Selbstdisziplin.
          Mit der monatlichen Überprüfung muss ich dir uneingeschränkt Recht geben. Das ist manchmal etwas zeitraubend…

          Beste Grüße
          Elmar

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] mein Kontenmodell Original Artikel anzeigen […]

Kommentare sind deaktiviert.

Blog-Beiträge zum Thema mit weiteren Informationen: