mein Haushaltsbuch – jeder Cent zählt

Wie jeder weiß, sollte man, um seine Ausgaben gut in den Griff zu bekommen, ein Haushaltsbuch führen. Das mach auch ich. Zumindest in der Grundversion. Und ich dachte, das reicht. Wohl nicht…

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Ein Haushaltsbuch führen, das heißt für mich, ich weiß, was ich jeden Monat ausgebe. Demnach habe ich alle Kosten, welche ich monatlich habe, erfasst und ausgewertet. Das heißt also, ich sehe, welche Posten im Laufe des Monats vom Konto abgebucht werden, habe diese Kosten kategorisiert und ermittelt, welchen Anteil sie an meinem Einkommen und den Gesamtausgaben haben.

Nun habe ich meine Finanzen wie folgt organisiert: Zu Beginn des Monats weiß ich ja genau, welche Kosten im Laufe der nächsten 30 Tage vom Konto abgebucht werden. Das beinhaltet nicht nur Miete, Telefon und Versicherungen, sondern auch meine Sparrate etc.

Außerdem habe ich ein Budget für Lebensmittel, tanken und weitere Konsumausgaben. Dieses Budget wandert jeden Monat per Dauerauftrag auf meine VISA Karte. Somit habe ich ein sehr gute Kontrolle über mein Budget, da Die VISA ja ein „eigenes“ Konto darstellt.

Demnach zahle ich mit der Karte nicht nur beim einkaufen (Aldi, Rewe & Co.  akzeptieren problemlos Kreditkarten), sondern hebe wöchentlich auch etwas Bargeld ab. Somit ist jeder Einkauf in den Umsätzen der Karte nachzuvollziehen, ebenso die Bargeld-Abhebungen.

Und genau da liegt mein Problem – denn hier hat mein Haushaltsplan ein „Loch“:

50€ sind schnell abgehoben und ebenso schnell ausgegeben

Aber wofür? Da war doch… Ja, was war da? Nach ein paar Tagen hat man Mühe, die Beträge noch zusammenzurechnen, zumal man ja nicht bei jedem Einkauf nach dem Kassenbon verlangt oder ihn evtl. vergisst oder verliert, oder…

Hier habe ich noch reichlich Potential. Wofür gebe ich das Geld aus, welches ich bar im Portmonee habe? Kurzerhand einen Zettel und Stift geschnappt und losgelegt:

02.05. Bäcker   2,70 €

04.05. Reinigung Hemden   9,00 €

04.05. sammeln zum Geburtstag der Kollegen 10,00 €

06.05. Bäcker   3,10 €

06.05. DM   4,95 €

So – mal eben 29,75 € in 4 Tagen für „irgendwas“ ausgegeben. Die einzelnen Einkäufe für Lebensmittel zahle ich mit der VISA. Daher muss ich diese nicht einzeln aufführen. Aber dennoch glaube ich, dass sich so sicher noch ein paar Euro´s im Monat einsparen lassen, wenn man sich dann mal vor Augen führen kann, wofür man sein Geld wirklich ausgegeben hat.

Mein Haushaltsbuch (hier zum kostenlosen Download) habe ich schon seit Jahren. Ich berücksichtige darin auch Zahlungen, welche nur 1x jährlich bzw. 1x im Quartal stattfinden. Ganz gleich ob Kfz-Versicherung, Kfz-Steuern, Versicherungen oder die GEZ. Die Beträge werden entsprechend der Zahlweise in einzelne Monatsbeträge aufgeteilt und auch so auf ein separates Tagesgeldkonto verteilt. Das ist als erster Step auch gut so und bisher war ich damit recht zufrieden.

Wenn man allerdings anfangen möchte, wirklich an den Stellschrauben zu drehen, ist es unumgänglich, jeden Euro, den ich ausgebe auch zu erfassen und nicht nur als Posten „Konsum“ mit beispielsweise 200€ im Monat zu erfassen.

Denn ich habe in den letzten Monaten immer wieder Situationen gehabt, in denen ich erst vor gefühlt 2 Tagen Geld abgehoben habe, welches dann plötzlich schon wieder „weg“ war…

Wenn das Ergebnis der Aufzeichnung eine Einsparung von 20€ im Monat ist, macht das 240€ im Jahr. Dann hat sich der Aufwand allemal gelohnt. Wenn ich feststelle, dass ich keine Einsparpotentiale habe, ist das auch ok für mich. Jedoch weiß ich dann für mich genau, wofür ich mein Geld wirklich ausgebe.

4 Kommentare
  1. wedges
    wedges sagte:

    Ich würde die bargeldabhebung mit Karte limitieren – entweder in maximal wöchentlich, oder monatlich. Zu beginn ist wöchentlcih einfacher. Immer am selben Tag Geld abheben, zb. Freitags. Dann am nächsten freitgabnachsehen und den Betrag ergänzen bis zum persönlichen wochenlimit. Ahja und das ganze dann kombinieren mit, ist kein Geld im börsel, kann man nicht zum Bäcker.

    • Elmar
      Elmar sagte:

      Hallo Wedges,

      dieser Vorschlag ist super. Und ganz ehrlich: so mache ich es auch. Und es funktioniert. Man muss nur genau tracken, wieviel Geld man für Bargeldabhebungen im Monat kalkuliert – dann ist auch klar, welches wöchentliche Budget man hat. Damit bekommt man seine Bargeldabhebungen wirklich gut in den Griff.

      VG

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