Immobilienerwerb in Spanien – rechtliche Rahmenbedingungen und Hinweise

In den letzten Jahren waren viele Anleger, die ihr Vermögen in Immobilien in Spanien anlegen wollten, durch die Immobilienkrise abgeschreckt. Mittlerweile erholt sich der Markt jedoch zusehends, An- und Verkäufe steigen wieder, die Preise für Immobilien ziehen in vielen Regionen erstmals seit vielen Jahren wieder an.


* Werbung

Rechtliche Grundvoraussetzungen für den Grunderwerb in Spanien

Grundsätzlich gibt es keine Einschränkungen hinsichtlich des Eigentumserwerbs in Spanien durch andere EU-Bürger. Diese genießen in Spanien dieselben Rechte wie Einheimische, die spanische Verfassung garantiert den Schutz des Eigentums.

Welche Kosten sind zu beachten?

Neben den Anschaffungskosten für das Eigentum sind insbesondere Abgaben an den Staat in Form von Steuern zu beachten. Eine Mehrwertsteuer fällt an, wenn der Verkäufer der Immobilie eine juristische Person ist und es sich um einen Neubau handelt. In Spanien gibt es unterschiedliche Mehrwertsteuersätze, die bei zehn Prozent für Häuser und Wohnungen, 21 Prozent für Garagen und gewerbliche Immobilien und 4,5 Prozent auf den Kanarischen Inseln liegen. Sind Käufer und Verkäufer natürliche Personen, fällt eine Grunderwerbssteuer, die je nach Region zwischen sieben und zehn Prozent vom Kaufpreis liegt, an. Des Weiteren gibt es eine Beurkundungssteuer, die zwischen 0,5 und 1,5 Prozent liegt. Wer in Spanien Eigentum besitzt, muss eine jährliche Steuerklärung beim Finanzamt einreichen. Dabei ist zu prüfen, ob man beschränkt (weniger als 183 Tage im Jahr vor Ort) oder unbeschränkt (mehr als 183 Tage im Jahr vor Ort) steuerpflichtig ist.

© www.dc-mallorca.com

© www.dc-mallorca.com

Ablauf eines Immobilienkaufs in Spanien

In Spanien sind bereits mündliche Vereinbarungen oder auf Schmierzetteln skizzierte Verträge ohne notarielle Beurkundung rechtskräftig (in Deutschland: notarielle Beurkundung notwendig). Als Käufer sollte man sich schriftlich bescheinigen lassen, dass der Eigentümer in den letzten fünf Jahren die Grundsteuer bezahlt hat und für Kosten der Hausverwaltung aufgekommen ist. Auch das Vorliegen einer gültigen Baugenehmigung ist dringend zu prüfen. Üblicherweise wird bei Unterzeichnung des Vertrags eine Anzahlung des Kaufpreises in Höhe von fünf bis zehn Prozent in bar vereinbart. Bei Objekten in Küstennähe sollte man zusätzlich bei der zuständigen Küstenbehörde abklären, ob das Objekt in einer Schutzzone liegt. Liegt die gesetzliche Absicherung nicht vor, können im schlimmsten Fall der Abriss und die Zwangsenteignung erfolgen.

Besonders beliebte Regionen

In Bezug auf Immobilieninvestitionen sind insbesondere die sechs Regionen Balearen, Kanarische Inseln, Katalonien, Murcia, Valencia und Andalusien interessant. Durch das Platzen der Immobilienblase sind viele Objekte in den genannten Regionen zu günstigen Preisen zu haben, allerdings nicht im Hochpreissegment. Immobilien im Hochpreissegment (beispielsweise auf Mallorca) werden wie vergleichbare Luxusartikel selbst in Krisenzeiten stark nachgefragt, weswegen die Preise laut dem Marktbericht von Immobilienmakler Dahler & Company Mallorca relativ konstant geblieben oder sogar gestiegen sind.

Der Eigentumserwerb in Spanien bleibt nach wie vor ein heißes Pflaster, konservative Anleger sollten sich trotz vielversprechender Zahlen eher für andere Investitionsprojekte entscheiden, für risikofreudige Anleger hingegen, die nach einer hohen Rendite streben, wird der Markt immer attraktiver.

Dies ist ein Artikel mit freundlicher Unterstützung von Dahler & Company Mallorca. Autor: Konstantin Fuchs

Blog-Beiträge zum Thema mit weiteren Informationen:

© TheDigitalWay - pixabay.com

Update Depot März 2020

,
Auch mein Depot ist kräftig unter die Räder gekommen und hat sogar einen Wert mit Totalverlust zu verzeichnen. Zudem hat das erste Unternehmen die Streichung der Dividende bekanntgegeben.
© StockSnap - pixabay.com

Und sonst so? Gibt’s was Neues?

,
Es ist viel passiert und einiges hat sich getan. Neben beruflichen und privaten Veränderungen, der ein oder anderen Reise und ein paar weiteren Dingen hat sich auch einiges bei meinen Finanzen getan.
© Bru-nO - pixabay.com

Kann ein ETF auf null fallen?

Kann ein ETF eigentlich auf null fallen? Was muss passieren, dass es so weit kommt? Ist es überhaupt möglich?
© stevepb - pixabay.com

Aktienkennzahlen, die man als Anleger kennen sollte

Um bei der Fundamentalanalyse von Aktien einen schnellen Überblick zu bekommen, helfen ein paar Kennzahlen ungemein. Sie lassen sich meist auch für Anfänger leicht berechnen und ermöglichen damit eine einfache Bewertung von Aktien.
© markusspiske - pixabay.com

Depot Überblick und Status April 2019

Inzwischen konnte ich weitere 4 Zukäufe tätigen und die Dividenden steigen Monat für Monat beachtlich an. Wenn ich weiterhin wie bisher investieren kann, werde ich mein Dividendenziel in diesem Jahr sogar leicht übertreffen.
© dawnfu - pixabay.com

Was sind ETF´s – Das kleine ETF-Einmaleins

Kurz gesagt ist ein ETF eine Sammlung an Wertpapieren, die über eine Brokerfirma an einer Börse gekauft oder verkauft wird. ETFs sind für praktisch jede denkbare Anlageklasse zu haben. Derzeit haben Anleger schätzungsweise über 1 Billion US-Dollar in fast 1.000 verschiedenen handelbaren ETF-Produkten investiert.