Rückblick: Immobilienbesichtigung in Leipzig

Es hat ein paar Tage gedauert, um die Gedanken und Eindrücke meiner Immobilienbesichtigung zu ordnen. Ich möchte hier auf jeden Fall mal die groben Daten und Eindrücke mitteilen.

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Immobilienbesichtigung in Leipzig

Immobilienbesichtigung in Leipzig

Der vergangene Freitag ist sehr gut verlaufen und ich konnte 4 Objekte mit Makler besichtigen (davon leider eine Wohnung nicht betreten) und habe mir ein weiteres Objekt angesehen, da ich die Adresse hatte… Jetzt habe ich einen deutlich besseren Überblick und kann mir ein aktuelles Bild von den einzelnen Stadtteilen machen. Die Besichtigungstermine lagen ausreichend auseinander, so dass ich zwischendurch die Zeit nutzen könnte, um etwas durch den Stadtteil zu fahren bzw. Ein paar Runden zu Fuß zu gehen. Ich bin in manchen Dingen von meiner Wunschliste beriet etwas abgewichen, jedoch war mir das im ersten Step nicht ganz so wichtig, da ich auf jeden Fall erst einmal den Markt „sondieren“ wollte.

Aber von Anfang an: zu Beginn habe ich eine 3-Zimmer Wohnung in Leipzig West angesehen. Leider ist der Makler nicht vor Ort und hat den Hausmeister gebeten, mir die Wohnung zu zeigen. Und der hat das wirklich gut gemacht. Und vor allem ehrlich. Denn er kennt sich im Objekt gut aus und weiß von so manchen Dingen zu berichten. Wie zum Beispiel von Problemen mit der Duplex-Garage, welche demnächst erneuert werden soll – für ca. 7.000 Euro / Stellplatz – welcher zur Wohnung gehört… Die Wohnung ist Verkehrsgünstig gelegen (damit meine ich nicht laut), fußläufig zum Bahnhof und in einer Wohnanlage mit über 80 Einheiten. Die Wohnung hat 75m2 und soll 149.000 Euro kosten. Leider ist kein Waschkeller oder Trockenraum vorhanden, aber eben auch kein Anschluss für Waschmaschine im Bad oder in der Küche. Da würden die ersten Umbauten beginnen, bevor jemand einziehen kann. Ja, die Wohnung ist derzeit leerstehend. Bad innenliegend, Küche auch. Balkon zum Hinterhof (das ist kein Problem) und der Nachbar in greifbarer Nähe. Und das ist wörtlich zu verstehen. Diese Wohnung entspricht Demnach in vielen Punkten nicht meinen Vorstellungen.

Gleich danach bin ich zu einem Objekt gefahren, welches in Schleußig direkt am Kanal liegt. Zwar in zweiter Reihe, jedoch mit großem Balkon und eigenem Bootsanleger. Ja, so etwas gibt es in Leipzig…

Schleußig - wohnen direkt am Kanal

Schleußig – wohnen direkt am Kanal

Die Wohnung soll 98.000 Euro kosten bei einer Größe von 55m2. Hier kann ich eigentlich nicht viel dazu sagen, da ich keinen Termin mit dem Makler vereinbaren konnte… Aber irgendwie ist der Preis deutlich zu günstig… Allerdings findet ringsum massiver Neubau statt, welcher nach Luxussanierung aussieht. Hmmm…

Nur ein paar Straßen weiter der nächste Termin. Unmittelbar an Schleußig grenzt  Plagwitz. Getrennt durch besagten Kanal. Hier war die Maklerin sehr gut vorbereitet. Eine Mappe mit Daten zur Wohnung im Überblick aufbereitet sowie Grundriss dabei. Leider ist der Mietre der Wohnung  im Ausland unterwegs und somit derzeit nicht greifbar. Das hatte zur Folge, dass wir zwar das Objekt an sich, jedoch nicht die Wohnung besichtigen konnten. Auf Grund massiver Probleme mit Einbrechern wurden die Schlösser der Schließanlage getauscht, weshalb mir auch ein Blick in den Keller versagt war. Allerdings konnte ich mich an Fassade, Dach, Fenstern und Treppenhaus von einer wirklich soliden Sanierung überzeugen. Kaufkandidat. Der Grundriss hat mich von Anfang an überzeugt. 55m“ für 125.000 Euro. Eine Menge Geld. Je nach Höhe der Miete könnte das was werden und sich wirklich rechnen. Mal sehen, was die Banken sprechen…

Nummer 4 in Leipzig Zentrum-Ost. In 5 Minuten zu Fuß in der Innenstadt, ebenso zum Bahnhof. Das Klinikum und die Uni in 10 Minuten zu erreichen. Besser geht nicht. 3 Zimmer (wobei ein Zimmer 6m2 hat) mit 60m2 für 79.000 Euro. So weit, so gut. Der Zustand der Wohnung ist gut. Ein Problem bei der Vermietung sollte auf Grund der Lage kaum bestehen. Auch hier war der Makler hervorragend vorbereitet: Exposee, Protokoll der letzten Eigentümer-Versammlung, Grundriss und die Abrechnungen zu Hausgeld und Nebenkosten. Sensationell. Aber: im Protokoll der Eigentümerversammlungen habe ich interessante Sachen gelesen: nebenan ist derzeit ein kleiner „Park“. Das Grundstück wurde bereits verkauft und der Käufer plant, ein Haus zu errichten. Allerdings soll das Haus deutlich höher werden, als das Haus, in welchem die Wohnung ist. Dazu müssen Giebelfenster verschlossen werden und außerdem möchte die Eigentümergesellschaft nicht, das das Gebäude überragt wird. Dazu kommt, dass es im letzten Jahr zu massiven Wassereinbrüchen im Keller kam. Grund war ein schadhaftes Rohr in der Straße. Allerdings hat die aufsteigende Feuchtigkeit bereits Schäden am Gebäude hinterlassen,welche offensichtlich nicht zu sehen waren. Geschätzte Gesamtkosten: ca. 60.000 Euro – bei 15 Einheiten. Die Instandhaltungsrücklage würde einen Teil davon decken und soll ab kommenden Jahr erhöht werden. Auf das doppelte. Ohne das Problem mit dem Nachbargrundstück und dem Keller – ein lohnendes Objekt. So wohl nicht.

Das letzte Objekt in meinem Besichtigungsmarathon liegt in der Südvorstadt. Auch hier gibt es ein kleines Problem mit dem Keller. Der ist feucht und als solches nicht nutzbar. Ok – ist halt so. Wenn man es weiß ist es ok. Es muss nur bei der Preisfindung berücksichtigt werden. Die Wohnung im Dachgeschoss hat 3 Zimmer, ist 75m2 groß und soll 125.000 Euro kosten. Nicht verhandelbar, wie sich später herausstellen sollte… Zu diesem Termin erschien die Maklerin und ein weiterer Interessent, welcher im Auftrag einer Dame die Wohnung besichtigen sollte. Das Intermezzo war jedoch von kurzer Dauer. Nach einem kurzen Rundgang durch die Wohnung und einem Blick auf das Dach hat sich der Herr wieder verabschiedet. Das Interesse ist wohl ein ganz anderes, wenn man sich eine Wohnung für sich selbst ansieht. Zum Abschluss der Besichtigung und Klärung verschiedener offener Fragen meinerseits überreichte mir die Maklerin den Ausdruck des Exposé vom Immobilienportal. Nun ja – bis dahin hatte ich schon mehr erwartet…

Es stellt sich als sehr schwierig heraus, mal eben ein paar Wohnungen anzusehen und bei einer Immobilienbesichtigung das passende Objekt adhoc zu finden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Wohnungen vermietet sind und es nicht ohne weiteres möglich ist, Zutritt zur jeweiligen Immobilie zu erhalten. Jedoch waren alle Mieter in den beiden bewohnten Wohnungen wirklich äußerst nett und haben keine Frage unbeantwortet gelassen.

Der nächste Schritt sind nun definitiv Gespräche mit verschiedenen Banken. Das muss ich zeitnah organisieren. Leider bin ich beruflich sehr stark eingebunden, so dass das etwas komplizierter werden könnte, als mir lieb ist. Inzwischen halte ich natürlich weiter Ausschau nach interessanten Objekten und weiß nun etwas besser abzuschätzen, wo genau ich eine Wohnung suche und welche Kriterien wirklich zwingend oder einfach nur nice to have sind…

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