Geldanlage für Kinder

Für viele Paare ist das Glück erst mit einem Kind perfekt. Der Nachwuchs wird verwöhnt und mit Liebe überschüttet. Allerdings kostet ein Kind auch Geld. Die Ausgaben für Windeln, Brei oder Kleidung halten sich in den ersten Jahren noch in Grenzen, aber mit zunehmendem Alter der Kinder werden auch die Wünsche und Bedürfnisse größer. Die Kosten für eine Zahnspange, den Schulausflug oder Führerschein und Auto müssen irgendwie finanziell getragen werden und sind für die wenigsten Eltern so einfach aus dem Ärmel zu schütteln.

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Richtig teuer wird es jedoch erst, wenn es um Ausbildung bzw. Studium geht. Auch mit einem Nebenjob des Sprösslings sind nicht immer alle Kosten zu decken: Miete und Leben in einer fremden Stadt, Studiengebühren oder evtl, ein Auslandssemester.Gut wenn für diesen Fall vorgesorgt wurde und ein finanzieller Grundstock für das Kind zu Verfügung steht.

Immer wenn von Vermögensaufbau gesprochen wird, hört man, dass so früh wie möglich mit dem sparen angefangen werden sollte. Diese Aufgabe kann ein Neugeborenes aber kaum selbst übernehmen. Um die passende Geldanlage für Kinder zu finden, sollten die Eltern also versuchen, so früh wie möglich für die finanzielle Zukunft des Kindes vorzusorgen. Jedoch ist kurz nach der Familiengründung die Haushaltskasse in den seltensten Fällen überfüllt. Es soll an dieser Stelle nicht in erster Linie auf die Haushaltskasse der Eltern verwiesen werden, jedoch sind kleine Sparraten für die meisten realisierbar. Selbst wenn das Geld augenscheinlich nicht übrig ist, lässt sich mit probaten Mitteln (Versicherungsvergleich, Haushaltsbuch führen, Konsumverhalten prüfen) einiges Geld sparen und damit ein finanzieller Grundstock für das Kind aufbauen.

Wichtig ist es jedoch, in jedem Fall erst einmal einen Anfang zu machen, wenn auch mit kleinen Beträgen. Verschiedene Sparpläne sind bereits ab 25€ im Monat besparbar.

Da es sich in diesem Fall um eine langfristige Anlage handelt (ich gehe hier mal von einem Anlagehorizont bis zum 18. Geburtstag aus), ist es wichtig, auf einige Faktoren zu achten, um sicherzustellen, dass die Anlage auch lohnenswert ist:

  • Inflation: vergessen sie bei allen Berechnungen auf keinen fall die Inflation. Diese liegt im Mittel bei etwa 2% und muss zwingend berücksichtigt werden. Sparen sie jahrelang für ihr Kind zu einer Rendite von unter 2% ist das angesparte Kapital nach 18 Jahren real weniger Wert als die Summe der Einzahlungen.
  • Gebühren: Nicht zu vernachlässigen sind bei derart langfristigen Anlagen die Gebühren. Denn diese können einen entscheidenden Teil der Rendite auffressen. Schauen sie sich das Produkt hier Wahl genau an und vergleichen sie die Gebühren genau. Es können verschiedene Arten von Gebühren anfallen:
    • einmalige Gebühren: zum Beispiel bei Vertragsabschluss oder Ausgabeaufschläge bei Fondskauf
    • jährliche: Depotgebühren oder Managementgebühren bei Fonds
    • bei jeder Transaktion: hier ist nicht der Ausgabeaufschlag gemeint, sondern beispielsweise die Gebühren einer Depotbank, welche bei jedem Kauf (eines Sparplans) anfallen
  • Regelmäßigkeit: sparen sie möglichst regelmäßig, wenn sie keine Einmalanlage tätigen. Nur auf diese Weise lassen sich marktübliche Schwankungen ausgleichen (Cost-Average-Effekt) und sie kaufen bei einem Sparplan zu festgelegter Summe je nach Marktlage mehr oder weniger Anteile.
  • Laufzeit: Das Produkt, für welches Sie sich entscheiden, sollte zur Laufzeit passen. So ist zum Beispiel ein Tagesgeldkonto üblicherweise für kurzfristige Anlagen gedacht. Selbst wenn sie risikoscheu sind, finden sich vielleicht passendere Produkte, welche etwas mehr Rendite bei geringfügig höherem Risiko versprechen. Das können neben den üblichen Banksparplänen oder Festgeld zum Beispiel auch Fonds oder ETF sein.

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