Geld anlegen trotz Niedrigzinsphase – So geht es

Die anhaltenden Niedrigzinsen machen Sparern das Leben schwer. Ein einfaches Tagesgeldkonto oder das gute alte Sparbuch bringen keine Zinsen mehr. Das Gegenteil ist sogar der Fall: Lagert das Geld auf dem Tagesgeldkonto, verliert es mit der Zeit an Wert. Der Ausweg aus der Misere ist glücklicherweise zum Greifen nahe: Eine passende Geldanlage gibt es wirklich für jeden – es gilt nur, sie auch zu finden.

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Ängste abbauen: Geld anlegen muss kein Poker sein

Viele Sparer verbinden mit renditereichen Geldanlagen eine Welt, die sie nicht betrifft. Doch Aktien, ETFs und Fonds sind keinesfalls nur für Finanzprofis und Reiche reseviert. Es gibt Geldanlagen für jeden Geldbeutel, in verschiedenen Risikoklassen und für ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Die folgenden drei Grundregeln sollten Anlageneulinge bei der Wahl zur passenden Geldanlage stets berücksichtigen:

  • Definiere das Sparziel
  • Streue das Risiko
  • Kenne die eigene Risikokapazität

wohin mit dem geld finanzen.deNeben diesen Regeln müssen Anleger eine weitere Komponente beherzigen: Das eigene Gefühl. Wie risikoreich jemand anlegen möchte oder welche Institutionen mit dem angelegten Geld unterstützt werden, ist Anlegern unterschiedlich wichtig. Sie müssen also vor der Wahl ihrer Geldanlage herausfinden, zu welchem Spartyp sie gehören. Das kostenlose eBook „Wohin mit dem Geld? Spartipps im Überblick“ von finanzen.de hilft herauszufinden, ob man eher ein vorsichtiger, renditeorientierter oder nachhaltiger Sparer ist.

Wie finde ich die passende Geldanlage?

Sind das persönliche Sparziel und die eigene Risikobereitschaft definiert, kann die Suche nach der passenden Geldanlage beginnen. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es jedoch leider nicht: Rendite, Liquidität und Sicherheit erhält man nicht gleichzeitig.

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Diejenigen, die Zeit mitbringen und langfristig Geld sparen möchten, beispielsweise als Notgroschen fürs Alter oder für die Ausbildung der Kinder, profitieren enorm von diesem Faktor.

Je nachdem, wie risikofreudig Sparer sind, gibt es für sie verschiedene Möglichkeiten ihr Geld anzulegen. Festgeld, bei dem eine bestimmte Laufzeit und ein festgesetzter Zinssatz vereinbart wird, ist beispielsweise sehr sicher, gibt aber kaum Rendite.

Für jeden, der Lust hat, sich etwas mehr mit seinem Geld auseinanderzusetzen, und Kursschwankungen mit seinem gesunden Nachtschlaf vereinbaren kann, ist mit renditereicheren Aktienfonds oder Indexfonds/ETFs gut beraten. Ein breitgestreutes Portfolio an Aktienfonds ist vor allem dann sicher, wenn die Anleger viel Zeit mitbringen um Kursschwankungen auszusitzen. Denn wer Schwankungen aushält, ohne zum falschen Zeitpunkt zu verkaufen, macht keine Verluste. Falsch ist ein Zeitpunkt immer dann, wenn aus Not (zum Beispiel bei akutem Geldmangel) oder aus Panik (zum Beispiel bei Kursschwankungen) mit Verlust verkauft wird.

Keine Geldanlage ist auch keine Lösung

Die meisten Menschen leiden an dem sogenannten „Spatz in der Hand Paradox“. Mit anderen Worten ausgedrückt: Sie ziehen das vor, was sie haben und betrachten mit Skepsis, was sie nur haben könnten. Dieses Verhalten hat gerade bei den Deutschen dazu geführt, dass sie im europäischen Vergleich zu den konservativsten Sparern gehören und ihr Geld am wenigsten für sich arbeiten lassen. Im Schnitt lassen sie vier Prozent Zinsen einfach auf der Straße liegen, weil sie sich nicht um ihr Geld kümmern. Das ist nicht nur schade, sondern auch unvernünftig. Um das zu ändern, muss man nicht zum Finanzprofi werden. Mit nur ein wenig Finanzkompetenz können Jung und Alt auch in der Niedrigzinsphase noch ein finanzielles Polster anhäufen. Los geht’s.

Autorin: Cora Christine Döhn

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