Ein gebührenfreies Girokonto und doch 10 Euro Kartengebühr?

Viele klassische Filialbanken und auch die Sparkassen erhöhen die Gebühren für Girokonten nach und nach. Für viele ist das Girokonto nicht mehr wirklich kostenlos. Egal ob Kartengebühren oder bezahlte Überweisungen. Leider steht die kundenorientierte Kommunikation nicht bei jeder Bank an erster Stelle.

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Daran stört sich auch die Wettbewerbszentrale. Denn auf deren Antrag hat das Landesgericht Stuttgart nun der Sparda-Bank Baden Württemberg die Werbung mit einem „gebührenfreien“ Girokonto untersagt. Die besagte Sparda-Bank wirbt in den Augen des Gerichtes mit einer irreführenden Angabe, denn das Girokonto ist per se in der Kontoführung zwar kostenlos, allerdings kostet die herausgegebene Girocard eine jährliche Gebühr von 10 Euro. Der Kunde kann diese Jahresgebühr zwar erstattet bekommen – allerdings erst bei mehr als 100 bargeldlosen Umsätzen im Jahr.

Die Bank hat versucht, die Klage abzuwenden – bisher ohne Erfolg. Das Gericht vertritt – wie die meisten Bankkunden wohl auch – die Ansicht, dass bei einem gebührenfreien Girokonto eine Girokarte einfach dazu gehört.

Obwohl das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, hat die Sparda-Bank ihre Werbung zwischenzeitlich geändert.

4 Kommentare
    • Elmar
      Elmar sagte:

      Wenn man sich dem bewusst ist, ist es ja ok. Und ob man sich die Gebühren (wie im Beispiel 10 Euro) sparen möchte, kann ja jeder für sich selbst entscheiden.

  1. Tim
    Tim sagte:

    Die Kontogebühren werden zunehmend aufs Jahr gerechnet ein ernst zu nehmender Kostenfaktor – echt traurig. Schön das die Wettbewerbszentrale zumindest solchen ausfallenden Aktivitäten einen Riegel vor setzt.

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