Europäische Aktien – Das ist 2017 zu erwarten

Was europäische Aktien betrifft war 2016 kein gutes Jahr. Nach einer Analyse des weltweit größten Vermögensverwalters Blackrock soll sich dies 2017 ändern. Für europäische Titel wird mehr als nur ein leichter Anstieg erwartet. Das Unternehmen hat europäische Papiere von „untergewichtet“ auf „neutral“ eingestuft. Für die positive Prognose werden in erster Linie drei Aspekte angeführt.

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Europäische Aktien können besonders vom Wirtschaftswachstum profitieren

® Sierra_Graphic - pixabay

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In Europa ansässige Unternehmen erzielen rund die Hälfte ihres Umsatzes außerhalb des Kontinents. Wie die Experten von Blackrock berechnet haben, führt ein Anstieg des realen Wirtschaftswachstum um ein Prozent bei europäischen Firmen zu einem Gewinnanstieg von zehn Prozent. So können europäische Unternehmen besonders stark von der erwarteten Beschleunigung des Wirtschaftswachstums profitieren.

Vor allem in den Schwellenländern wird 2017 mit einem starken Anstieg der Wirtschaftsleistung gerechnet. Des Weiteren sorgt die steigende Inflation in Europa dafür, dass die Unternehmen freier in ihrer Preisgestaltung sind. Dies dürfte zu steigenden Gewinnmargen führen.

Anleger rechnen mit fallenden Kursen

Viele Anleger haben 2016 ihre Geduld mit europäischen Titeln verloren. Der Vermögensverwalter rechnet jedoch damit, dass die schlechte Stimmung ihren Zenit nun überschritten hat. Vor allem von Anlegern aus Übersee wird mit verstärkten Zuflüssen in den europäischen Aktienmarkt gerechnet. Die erwarteten Gewinne im ersten Quartal sollten dies noch beschleunigen. Aufgrund der schlechten Entwicklung sind einige Anleger zu alternativen Investments gewechselt. Hierzu gehören beispielsweise Investments in natürliche Ressourcen wie Wasser oder Wald. Waldinvestment als Anlagealternative hat insbesondere bei deutschen Anlegern an Beliebtheit gewonnen. Bei einer positiven Entwicklung der Finanzmärkte dürften einige wieder zu Aktien zurückkehren.

Gutes Preisniveau bei europäischen Aktien

Im Gegensatz zu den USA dürfte das niedrige Zinsniveau in Europa noch länger bestehen bleiben. Dadurch werden die teilweise hohen Bewertungen vor allem im Bereich der zyklischen Titel relativiert. Dazu rechnet Blackrock mit einer höheren Qualität der Unternehmensgewinne, welche die teilweise teuren Bewertungen ebenfalls rechtfertigen. Bei einem Blick auf die europäischen Aktienfonds zeigt sich, dass die Auswirkungen des schlechten Starts 2016 bereits im vergangenen Jahr teilweise wieder wettgemacht wurden. Sollte sich die Prognose für 2017 bestätigen kann sich ein Einstieg bei aktuell noch recht niedrigen Kursen auszahlen.

Wo liegen die Gefahren?

Die größten Gefahren gehen von den 2017 anstehenden Wahlen aus. In vier der fünf größten Wirtschaftsstaaten wird in diesem Jahr gewählt. Sollten sich die Globalisierungs- und Euro-Gegner durchsetzen ist dies auch für die Finanzmärkte ein gewisses Risiko. Blackrock geht jedoch davon aus, dass die Märkte 2017 nicht mehr so schreckhaft reagieren.

Autor: Uwe Rabolt

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