Ein kurzes Update zum Depot

Zukauf Glaxo Smith Kline:

In den vergangenen Monaten habe ich meinen Notgroschen wieder aufgefüllt und daher keinen neuen Wert für mein Depot gekauft bzw. einen vorhandenen aufgestockt. Nun war es wieder so weit und ich habe 500 Euro im April investiert. Mit dem Geld habe ich meine Position von Glaxo Smith Kline weiter ausgebaut und nun auch hier meine geplanten 1.000 Euro investiert. Eine kurze Vorstellung von  Glaxo Smith Kline habe ich hier (https://www.sparen-anlegen-vorsorgen.de/depot-ueberblick-und-status-juli/) beim ersten Kauf geschrieben.

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Verkauf Conoco Phillips / Neukauf Unilever:

Außerdem habe ich einen Wert im Depot ausgetauscht: Conoco Phillips hat das Depot verlassen. Grund war hier die einschneidende Dividendenkürzung. Während in 2015 noch Dividenden von zuletzt 74 Cent gezahlt wurden, gab es in 2016 eine Kürzung auf 25 Cent…Ich habe mich mit dem Gedanken des Verkaufs schon länger getragen und immer wieder überlegt, ob ich den Wert mit Aussicht auf wieder steigende Dividende behalten soll. Nun habe ich aber die Entscheidung getroffen und verkauft, obwohl die Dividende auf 26,5 Cent leicht angehoben wurde.

Neu ins Depot aufgenommen habe ich dafür einen der größten Hersteller von Verbrauchsgütern: Unilever. Der Konglomerat ist in 3 Hauptbereichen tätig (Lebensmittel, Reinigungs- & Putzmittel sowie Hygiene- & Kosmetikartikel) und dürfte wohl den meisten mit vielen Marken bekannt sein. So kommen z.B. Dove, Knorr, Langnese, Lipton, Magnum oder auch Signal, AXE und Rexona aus dem Hause Unilever.

Damit habe ich zwar teilweise Überschneidungen mit Johnson & Johnson sowie Procter & Gamble, allerdings auch sinnvolle Ergänzungen und baue die Titel im Depot weiter aus, welche ich als besonders Krisenfest erachte. Denn Verbrauchsgüter wie von den genannten Unternehmen werden zu jeder Zeit und somit unabhängig von der Wirtschaftslage gebraucht.

Trotz des Austausches einer Position wäre mein erste Ziel damit fast erreicht, denn aktuell verbleibt nur noch Johnson & Johnson mit 500 Euro ausstehender Kaufsumme im Depot, alle anderen Werte haben die Marke von 1.000 Euro Kaufwert erreicht. Also werde ich beim nächsten Kauf 500 Euro in J&J investieren.

Wenn man sieht, was seit Januar 2016 passiert ist (https://www.sparen-anlegen-vorsorgen.de/rueckblick-2015-januar-2016), ist das schon beachtlich. Damals hatte ich noch einen Depotwert von knapp 15.000 Euro, heute steht dieser 10.000 Euro höher!

Dennoch bin ich unentschlossen, was ich tun soll. Derzeit habe ich 2 Möglichkeiten im Kopf, welche ich in je 2 unterschiedlichen Auslegungen näher in Betracht ziehe: 1. das Depot mit einzelnen Käufen zu je 500 Euro monatlich oder aber 1.000 Euro aller 2 Monate weiter ausbauen oder aber 2. die bestehenden Werte nach gleichem Schema (500 Euro monatlich oder 1.000 Euro aller 2 Monate) zukaufen. Einerseits fühle ich mich mit den enthaltenen Werten recht wohl und finde die Anzahl ganz übersichtlich, andererseits fände ich etwas mehr Streuung (REIT´s etc.) auch nicht schlecht. In meinen Augen besteht nur die Gefahr, dass ich mich irgendwann „verzettele“ und den Fokus falsch setze oder gar verliere. Sicher würde mir der ein oder andere Monatszahler bzw. HighYield Wert gut tun, aber ich möchte den Depotaufbau auch nicht zu sehr von der absoluten Höhe der Dividende bzw. dem Monat der Zahlung abhängig machen. Aktuell ist es ja nur ein kleines Zubrot, welches mir in die Kasse gespült wird.

Sollten sich die Dividendenzahlungen mal auf ein entsprechendes Maß erhöht haben, würde ich diese so oder so für ein Jahr „sammeln“ und dann entsprechend gleichmäßig auf 12 Monate verteilt entnehmen. Beispiel: ich bekomme im Jahr 2.400 Euro Dividende – diese überweise ich auf ein Konto für das laufende Jahr. Im Folgejahr kann ich dann (bei Bedarf) jeden Monat 200 Euro entnehmen (2.400 / 12 Monate). Somit ist es eigentlich egal, in welchem Monat ich wieviel Dividende erhalte. Denn speziell Engagements in deutschen oder europäischen Werten ziehen immer „unregelmäßige“ Dividendenzahlungen nach sich. Und das sollte meiner Meinung nach nun wirklich nicht der entscheidende Grund für die Titelauswahl sein.

Mich würde interessieren, was ihr meint! Die Werte weiter ausbauen (z.B. auf je 2.000 oder 2.500 Euro) und das Depot in der derzeitigen Größe belassen? Oder jeden Monate bzw. aller 2 Monate einen neuen Wert für erstmal 500 Euro respektive dann 1.000 Euro zukaufen um das Depot weiter zu diversifizieren?

3 Kommentare
  1. Alexander
    Alexander sagte:

    Bei Conoco hatte ich die gleichen Gedanken und just diese Woche verkauft :)

    Wegen deiner künftigen Vorgehensweise, kann dir wohl keiner helfen. Mich plagen genau die gleichen Gedanken. Einen neuen Titel oder nur noch aufstocken? Wie viele maximal und wieviel auf einen Schlag investieren? Dieses Problem wird dich noch länger begleiten. Letztendlich musst du dich wohl fühlen. Ein richtig oder falsch gibt es da nicht.

    • Elmar
      Elmar sagte:

      Das befürchte ich auch… Ich habe mir jetzt den Euro Stoxx mal näher angesehen – dazu werde ich in den kommenden tagen noch etwas schreiben. In den meisten Fällen bin ich der Meinung, dass etwas mehr Werte ganz gut täten. Die einzelnen Positionen kann ich dann später auch noch ausbauen.
      Bei der Größe / Anzahl der Werte in meinem Depot laufe ich wohl auch noch nicht Gefahr, den Überblick zu verlieren…

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