CFD Handel – Droht das Aus für Privatanleger?

Die Bundesanstalt für Finanzaufsicht (BaFin) denkt derzeit über ein Verbot der Nachschusspflicht für Privatanleger beim CFD Handel nach. Einige Experten befürchten, dass es die BaFin der belgischen Regulierungsbehörde nachmacht und den CFD Handel komplett verbietet. Wer bereits jetzt nach einem guten CFD Broker ohne Nachschusspflicht sucht findet unter brokervergleich.net einen umfassenden Vergleich. Neben einer bestehenden Nachschusspflicht sollten Trader dabei noch auf weitere Kriterien wie Konditionen und Kundenservice achten.

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Droht Tradern das wirtschaftliche Aus?

Das niedrige Zinsniveau bei den klassischen Anlagen sorgt dafür, dass sich in Deutschland immer mehr Anleger haupt- oder nebenberuflich mit dem CFD Handel beschäftigen. Einige bestreiten mit dem Trading ihren kompletten Lebensunterhaltung. Müssen Trader nun das wirtschaftliche Aus fürchten?

Seit mehreren Monaten wird kräftig darüber spekuliert, ob die BaFin den CFD Handel verbieten könnte. Nach Angaben der Behörde hat die Finanzwirtschaft bis zum 20. Januar 2017 Zeit, sich zu einem möglichen Verbot von speziellen Differenzgeschäften zu äußern. Danach könnte zunächst der CFD Handel mit Nachschusspflicht für Privatanleger untersagt werden.

In Belgien wurden CFDs bereits verboten

Die belgische Regulierungsbehörde FSMA hat den Handel mit Differenzkontrakten bereits im letzten Jahr untersagt. Andere EU-Staaten und wichtige Finanzzentren haben den möglichen Hebel bei CFDs gedeckelt. Bei einem Blick in die USA zeigt sich ein ähnliches Bild. Für US-Bürger ist das CFD Trading ebenfalls nicht gestattet. Insgesamt betrachtet alles keine guten Aussichten für den künftigen Handel in Deutschland.

Ist ein Verbot für CFD-Geschäfte mit Nachschusspflicht realistisch?

Von einem kompletten Verbot des CFD Handels, ist zumindest im Moment nicht auszugehen. Dies würde sowohl Anleger wie auch Broker zu hart treffen. Für CFDs mit einer Nachschusspflicht ist jedoch durchaus ein Ende in Sicht. Zu einer solchen Nachschusspflicht kann es immer dann kommen, wenn innerhalb kürzester Zeit starke Kurssprünge auftreten. Die hinterlegte Sicherheitsleistung reicht dann unter Umständen nicht aus, um den entstandenen Verlust zu decken. Dies war beispielsweise 2015 der Fall, als die Schweizer Bundesbank den Franken freigab. Die plötzliche Aufwertung der schweizerischen Währung zum Euro hatte für einige CFD-Anleger fatale Folgen.

Für Trader dürfte ein solches Verbot keine allzu großen Auswirkungen haben. Es gibt mittlerweile bereits eine Reihe von Brokern, welche auf eine Nachschusspflicht verzichten. Der mögliche Verlust ist dann immer auf die hinterlegte Sicherheitsleistung begrenzt. Im Prinzip wäre die Verabschiedung eines solchen Verbots für Trader also von Vorteil, da sich das Risiko beim Trading verringert. Panikmache ist zumindest im Moment demnach nicht angebracht. Ein komplettes Verbot des CFD Handels ist für Deutschland nicht zu erwarten.

Autor: Uwe Rabolt

3 Kommentare
  1. Alexander
    Alexander sagte:

    Wenn man in die Nachschußpflicht gerät, dann hat man ein falsches Money- und Riskomanagement. Mich würde ein generelles Verbot treffen, da ich gern Rohstoffe mit CFDs handele. Wer zocken will, der findet immer eine Möglichkeit, daher halte ich solche Verbote eh für sinnlos.

    • Elmar
      Elmar sagte:

      Das Argument mit dem Money- & Rissmanagement ist absolut richtig! Wenn das nicht passt, kann ich es gleich lassen, andernfalls verbrennen ich nur Geld. Ich habe schon seit Jahren nichts mehr mit CFDs am Hut, glaube aber auch, dass es immer Mittel und Wege gibt, um bei derartigen verboten, eine Alternative zu finden.

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