Zinsbroker im Vergleich: Weltsparen – Zinspilot – Savedo

Zinsbroker wie Weltsparen, Zinspilot oder SAVEDO buhlen um die Gunst der Anleger und versprechen renditenstarke Anlagen. Denn bei den aktuellen Niedrigzinsen macht es kaum noch Spaß, das Geld auf dem Tagesgeld oder Festgeld für Minizinsen liegen zu lassen.

Zinsbroker - so funktioniert es

Zinsbroker: Weltsparen-SAVEDO-Zinspilot – so funktioniert es

Selbst attraktive Angebote mit bis zu 3,0% aufs Tagesgeld bei der Consorsbanksind an bestimmte Bedingungen wie z.B. einen Depotwechsel gebunden und zudem doch ehr die Ausnahme, als Regel. Im Normalfall kann man sich über 0,50% Zinsen bereits freuen, denn auch mit einem Tagesgeldvergleich sind kaum mehr Zinsen als 1,00% möglich.

Diese Problem wollen die Zinsbroker lösen, in dem sie das Geld der Anleger von einer (ausländischen) Bank zu einer anderen transferieren, oder mittels Anlage im EU-Ausland bei Partnerbanken den besten Zinssatz für den Anlagen finden. Dafür ist das Geld, je nach Anlage entweder als Tagesgeld täglich verfügbar,als Flexgeld auch vorzeitig (mit Zinseinbußen) kündbar, als Festgeld für bis zu 10 Jahre angelegt oder auch wahlweise in speziellen Fremdwährungskonten, wie bei Weltsparen, investiert. Die Partnerbanken sind dabei in Ländern wie z.B. Tschechien, Ungarn, Polen oder Bulgarien beheimatet.

Wie es funktioniert:

Das Funktionsprinzip ist bei Weltsparen, Zinspilot und Savedo recht ähnlich: bei einer deutschen Bank wird ein Verrechnungskonto eröffnet – dafür muss sich der zukünftige Kontoinhaber meist mit Post-Iden persönlich legitimieren. Dieses Verrechnungskonto dient dann als zentrale Verwaltung für alle weiteren Kontoaktivitäten über die Zinsbroker. Eine lästige Kontoeröffnung für jede einzelne Anlage bei einer der Partnerbanken im Ausland entfällt damit also.

Die Einlagensicherung:

Die Banken, bei denen die Zinsbroker das Geld anlegen, befinden sich im EU-Raum, werden je nach Anbieter unter verschiedenen Kriterien ausgewählt und unterliegen -das haben alle gemeinsam- der Einlagensicherung, welche eine Mindesthöhe von 100.000 Euro pro Anleger versichert. Im Falle einer Bankeninsolvenz greift die Einlagensicherung entsprechend und garantiert dem Anleger die Auszahlung des angelegten Kapitals bis zu einer Höhe von 100.00 Euro innerhalb von 20 Arbeitstagen.

Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Zinsbroker, ganz gleich ob Weltsparen, Savedo oder Zinspilot, selbst keine Bank sind und auch kein Geld der Anleger direkt verwahren bzw. verwalten. Sie vermitteln lediglich wischen Anleger und Bank und finanzieren sich demnach über die Provisionen, welche die Banken für das Vermittlungsgeschäft an die Zinsbroker zahlen.

WeltSparen:

online seit 12/2013

Verrechnungskonto bei der MHB-Bank ist zur Abwicklung der Anlage nötig

Geldanlage:

  • Tagesgeld ab 5.000 Euro
  • andere ab 2.000 Euro

angebotene Produkte:

  • Tagesgeld, Festgeld
  • Fremdwährungskonto
  • Flexgeld (vorzeitige Kündigung zu geändertem Zinssatz möglich)

Laufzeiten je nach Produkt:

  • 30 bis 360 Tage (Tagesgeld)
  • 3 Monate bis 10 Jahre (alle anderen)

Bedingungen an Partnerbanken:

  • europäische Bank mit Vollbankenlizenz
  • Mitglied der gesetzlichen Einlagensicherung
  • bei der BaFin für grenzüberschreitende Dienstleistung registriert
  • ohne Starthilfen durch die Finanzkrise gekommen
  • Bank mit nachhaltigem Geschäftsmodell

SAVEDO:

online seit 12/2014

Verrechnungskonto bei der BIW-Bank ist zur Abwicklung der Anlage nötig

Geldanlage:

  • je nach Anlage ab 1.000 Euro

angebotene Produkte:

  • Festgeld

Laufzeiten je nach Produkt:

  • von 6 Monaten
  • bis zu 10 Jahren

Bedingungen an Partnerbanken:

  • Prüfung der Bank durch die BaFin
  • eigene Bewertungskriterien:
    • Eigentumsstruktur und Entwicklung der Ertragslage der Bank
    • historische Entwicklung der Kreditausfälle
    • Anzeige der Partnerbank bei der lokalen Bankenbehörde dass in Deutschland Einlageprodukte angeboten werden sollen

ZINSPILOT:

online seit 2014

Verrechnungskonto bei der BIW-Bank ist zur Abwicklung der Anlage nötig

Geldanlage:

  • je nach Anlage ab 1 Euro möglich
  • einige Produkte mind. 1.000 Euro

angebotene Produkte:

  • Tagesgeld
  • Flexgeld (2 Zinszahlungen im Monat)
  • Festgeld

Laufzeiten je nach Produkt:

  • täglich verfügbar (Tagesgeld)
  • 14 Tage (Flexgeld)
  • 3 Monate bis 48 Monate (Festgeld)

Bedingungen an Partnerbanken:

  • Mitglied der gesetzlichen Einlagensicherung
  • Rating des Landes muss mind. A (A2) oder höher aufweisen
  • Kodex untersagt die Aufnahme von Banken aus Ländern, welche nicht mind. mit Rating BB+ (Ba1) bei allen 3 führenden Rating-Agenturen verfügen
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Die Zinsen / Rendite:

Auf Grund geringer Kosten und schwächerer Bonität zahlen ausländische Banken höhere Zinsen, als inländische Geldinstitute. Demnach ist das theoretische Ausfallrisiko der Banken höher, als bei einem einheimischen Geldinstitut. Dieser Risikoaufschlag wird durch höherer Zinsen versucht auszugleichen. Sollte es dennoch zu einem Insolvenzfall einer Bank kommen, sollte die Einlagensicherung zuverlässig greifen. Allerdings muss letztendlich der betreffende Staat oder die EU für die Verluste aufkommen. Hier kann es schon allein auf Grund von Sprachbarrieren bei einem direkten Kontakt zu einer ausländischen Bank vor Ort zu Schwierigkeiten oder Verzögerungen bei der Gutschrift des jedes im Insolvenzfall der Bank kommen.

Das Währungsrisiko:

Sollte das Anlagekonto nicht in Euro geführt werden, was Achim EU-Raum durchaus möglich ist, kommt bei der Geldanlage das Währungsrisiko hinzu. Zu den Ländern im EU-Raum, welche nicht den Euro als Zahlungsmittel haben gehören beispielsweise Bulgarien, Kroatien, Rumänien, Ungarn oder auch Polen, Schweden und die Tschechische Republik.

Die Zinsgutschrift:

Bei langfristigen Anlagen sollte außerdem darauf geachtet werden, wann und wie die Zinsgutschrift erfolgt. Kommt es bei seiner längerfristigen Anlage von 2 Jahren beispielsweise erst zu einer Zinsgutschrift am Ende der Laufzeit, entgeht dem Sparer der Zinseszins-Effekt. Bei, Flegelt von Zinspilot hingegen, kommt es zu einer 2-maligen Zinszahlung im Monat bei einer täglichen Verfügbarkeit der Anlage.

Fazit:

Um den Minizinsen zu entgehen, bieten Weltsparen, Zinspilot und Savedo eine wirklich gute Alternative. Speziell die Angebote bei den sogenannten Festgeld Konten sind attraktiv. Allerdings würde ich auch bei diesen angeboten versuchen, zu diversifizieren und demnach nicht die komplette Summe bei einer Bank investieren. Somit lassen sich beispielsweise 2 Anlagen bei 2 unterschiedlichen Banken tätigen.

Speziell die Alternativen bei Laufzeiten ab 6 Monaten sind interessant. Hier kann man mit einem Teil seines Portfolios in einer Anlage investieren und dabei eine attraktive Verzinsung erhalten. Ich habe auch überlegt, ob ich etwas von meinem Tagesgeld anlege, jedoch habe ich den Focus derzeit auf mein Immobilienprojekt gerichtet und halte mir dafür lieber etwas Geld liquide vor.

Was haltet ihr von diesen Anlagen? Hat jemand Erfahrungen gemacht und kann darüber aus erster Hand berichten?

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