Die Große Koalition – bald mehr im Geldbeutel

Nach schier endlos scheinenden Koalitionsverhandlungen haben sich heute CDU, CSU und SPD auf eine große Koalition geeinigt. Inzwischen ist Groko ja schon fast zu einem geflügelten Wort geworden. Kein Wunder, wenn man bedenkt dass die Verhandlungen seit gefühlten Ewigkeiten liefen und immer wieder durch das Tauziehen mangels Einigkeit der Parteien verlängert wurden. Inzwischen sind erste konkrete Pläne der Koalition an die Öffentlichkeit gelangt und zeigen, dass diese durchaus Geld in die Kassen der Bürger spülen könnten. Nachfolgend ein paar interessante Punkte, von denen einige jedem etwas Geld in die Kasse spülen.




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Baukindergeld

Familien sollen zukünftig mit einem Baukindergeld von 1.200 Euro pro Kind / Jahr unterstützt werden, wenn sie ein neues Eigenheim bauen.  Die Unterstützung wird über einen Zeitraum von 10 Jahren gezahlt und soll bis zu einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von 75.000 Euro plus 15.000 Euro Freibetrag je Kind gezahlt werden.

Arbeitslosenversicherung

Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sollen um 0,3% sinken.

Kindergeld

Das Kindergeld soll – von derzeit 194 Euro – in 2 Schritten um 25 Euro je Kind erhöht werden. Die erste Erhöhung mit 10 Euro soll ab Juli 2019 greifen und die zweite Erhöhung um dann 15 Euro soll zum Januar 2021 umgesetzt werden. Zeitgleich wird es zu einer entsprechenden Anhebung der Kinderfreibeträge bei der Steuer kommen.

Rente

Ärmere Rentner sollen mit der „Grundrente“ unterstützt werden und so finanziell über der Grundsicherung liegen. Hat man mindestens 35 Jahre gearbeitet und Kinder großgezogen bzw. Angehörige gepflegt, soll es in Zukunft eine Rente geben, welche 10% über der Grundsicherung liegt.

gesetzliche Krankenversicherung

Bei den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung soll die Parität zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber wieder hergestellt werden. Das heisst, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer zukünftig wieder zu gleichen Teilen die Beiträge entrichten. Aktuell wird nur der Grundbeitrag hälftig geteilt, während der von den Krankenkassen erhobene Zusatzbeitrag vom Arbeitnehmer allein zu tragen ist.

Solidaritätszuschlag

Der Soli soll mit der GroKo Stück für Stück abgeschafft werden. In den kommenden 4 Jahren werden alle Soli-Zahler komplett von den Beiträgen entlastet, so fern das zu versteuernde Jahreseinkommen unter der Freigrenze von 61.000 Euro liegt.

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