Die Deutschen und das liebe Bargeld

Gemäß einer durch die Postbank in Auftrag gegebenen Umfrage, welche nun durch die Funke Mediengruppe veröffentlicht wurde, haben die Bundesbürger nicht unerhebliche Summen Bargeld zu Hause.




Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, mehr als 300€ zu Hause zu haben – jeder 6. verfügt sogar zwischen 300€ und 1.000€ Bargeld im Haus. Sieben Prozent der Befragten haben mehr als 1.000 Euro in den eigenen 4 Wänden – fast 2% sogar mehr als 10.000 Euro. Bei den Ostdeutschen verfügen sogar knapp 5% der Befragten über eine 5-stellige Summe Bargeld zu Haus. Generell trifft ein derart hoher Bargeldbestand bundesweit jedoch besonders bei der Generation 50+ zu.

Ganze 10% der 16- bis 29-jährigen Teilnehmer gaben an, mehr als 1.000€ in der Wohnung zu haben und setzten sich damit an die Spitze über alle Altersklassen, wenn es um Bargeld von mehr als 1.000 Euro in den eigenen 4 Wänden geht.

Für viele Sparer sei es nicht mehr lukrativ, das Geld auf einem schlecht verzinsten Sparbuch zu haben. Selbst Tagesgeld oder Festgeld bieten derzeit kaum noch nennenswerte Zinsen. Außerdem lieben die Bundesbürger ihr Bargeld: es gibt kaum ein vergleichbares Land, in dem der Anteil der bar gezahlten Einkäufe höher ist als bei uns.

Die EU-Kommission berät schon seit längerer Zeit darüber, eine Obergrenze für Bargeldgeschäfte in Deutschland zu etablieren. Denn in anderen EU-Staaten ist dies bereits Realität. So liegen die Limits derzeit bei 3.000€ in Italien, oder z.B. bei 2.500€ in Spanien.

2 Kommentare
  1. Ex-Studentin
    Ex-Studentin says:

    Bei jüngeren Leuten ist das Bargeld vermutlich oftmals Geldgeschenke / Unterhalt. Meine Nachbarin hatte damals 1000 DM im Briefumschlag als 10-Jährige in ihrem Zimmer rumfliegen. War ein Geschenk zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Dann werden sicherlich einige ihr Schwarzgeld zuhause bunkern. Oder Erspartes vorm Bafög-Amt und Co. verstecken. Meine Vermutung.

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    • Elmar
      Elmar says:

      Unglaublich. Aber deine Gedanken (Erspartes vom Bafög-Amt, Schwarzgeld) sind wohl gar nicht so abwegig!

      Ich hätte nicht gedacht, dass es bei den Jüngeren zu solchen Ergebnissen kommt. Ich dachte, dass hier viel mehr Konsum und Einsatz von EC- / Kreditkarte im Vordergrund stehen. Ebenso verwundert bin ich auch bei den Älteren mit 50+ und 5-stelligen Beträgen unter dem „Kopfkissen“…

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