Vielleicht kommt es mir derzeit nur so vor, weil ich mich intensiv damit beschäftige… Aber das weglassen und wenig besitzen scheint momentan ein regelrechter Hype zu sein.

Wie auch immer… eigentlich habe ich schon immer relativ wenig „Kram“ gehabt. Ich kann mich an einen frühen Umzug erinnern, der mit einigen Autofahrten (inkl. der paar zerlegten Möbeln) erledigt war. Irgendwie hatte ich zu dieser Zeit wenig „angesammelt“. Im Laufe der Zeit kauft man einfach mehr, besitzt mehr oder braucht mehr. Dazu kommt, dass es wohl ein ziemlicher Unterschied ist, ob man allein oder zu zweit bzw. mit Kindern wohnt. Wohnt man von Anfang an zusammen und erwirbt den kompletten Hausstand gemeinsam, kommen dabei sicher nicht so viele Sachen zusammen, als würde man mit jemanden Zusammenziehen, der auch schon alles besitzt. Üblicherweise hat man in einer Beziehung wohl ein paar mehr Sachen. Und das wohl nicht nur, weil die Mädels gern dekorieren und zur Verschönerung des Heimes so einiges an Sachen benötigt. 🙂

Der Westeuropäer hat im Mittel wohl um die 10.000 Sachen, die er besitzt. Das ist eine Menge. Aber ist das noch normal? Wieviel ist normal? Wieviel braucht man wirklich? Um es vorweg zu nehmen: ich habe meine Besitztümer nicht gezählt!

Aber wie gesagt, ich hatte noch nie viel Kram. Aber im Laufe der Zeit sammelt sich trotzdem so einiges an. Da bleibt mal ein altes Telefon übrig, oder Kabel, welche man bestimmt nochmal braucht. Schreibkram – klar. Kugelschreiber kann man nie genug haben. Und auch bei den Klamotten gibt es immer wieder ein paar Sachen, die man bestimmt nochmal anzieht. Oder eben auch nicht.

Seit gut einem halben Jahr bin ich nun dabei, mich mehr und mehr von ungenutzten Sachen zu trennen. Anfangs ist das gar nicht so leicht, denn ich empfand den  Gedanken, dass man etwas weggibt, was man vielleicht doch noch irgendwann brauchen kann, als ziemlich beunruhigend. Schließlich müsste ich es dann neu kaufen. Dann habe ich für etwas Geld ausgegeben, es besessen aber nicht gebraucht, es dann entsorgt und muss es wieder neu kaufen?!

Aber ganz ehrlich: bisher ist dieser Fall nicht eingetreten. Also entweder ist die Sorge völlig unbegründet, oder ich habe mich nur von den „richtigen“ Sachen getrennt. Bisher sind einige Klamotten zum Roten Kreuz gekommen, Elektronikmüll kam zum Wertstoffhof und einiges wechselte mittels eBay Kleinanzeigen den Besitzer. Desto weniger man hat, um so weniger Sachen muss man sich kümmern. Es ist für mich wirklich befreiend, mit wenigen Dingen glücklich zu sein.

2 Kommentare
  1. Ex-Studentin
    Ex-Studentin says:

    Mich hat der Hype auch erwischt. Wenn ich an meine Wohnung denke, habe ich so viele Kartons, Kisten und Schränke, die ausgemistet werden wollen. Das Wegschmeißen befreit, der Gedanke an die viele Baustellen belastet (leider). Habe mich bereits von vielen Dingen trennen können. So viel Zeug, dass ich nicht mal jedes Mal ein Foto davon gemacht habe. Man vermisst davon wirklich nichts. Es ist eher verrückt, wie viele Dinge jahrelang ungenutzt irgendwo rumlagen.

  2. Erfolgsmaschine
    Erfolgsmaschine says:

    Das ist so eine Sache mit dem Besitz. Klar kann es klug sein, alles unnötige zu verkaufen, jedoch kommt es auch ein wenig auf die Person an. Die einen haben gerne ein wenig mehr Besitz als andere. Meine Wohnung zum Beispiel sollte auch nicht zu knapp eingerichtet sein, da ich mich sonst nicht sehr wohlfühle.

    Gruss Fabian

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Ausmisten – Wie viel Sachen brauche ich wirklich?
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